Die festlich geschmückte Reichstorfer Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Pater Joshy das Heilige Amt am 2. Weihnachtsfeiertag (26.12.2024) eröffnete, nachdem er feierlich mit den drei Ministranten in das Gotteshaus eingezogen war. Besonders erfreulich war, dass auch viele Kinder und Jugendliche gekommen waren, um den Gottesdienst mitzufeiern.
Lektorin Resi Hanichl trug die Lesung aus der Apostelgeschichte vor, die vom Heiligen Stephanus handelt, dem ersten Menschen, der wegen seines Bekenntnisses zu Jesus als Messias sein Leben verloren hat. Ein Text, der Jesus-Anhängern in bedrohlichen Situationen am Beispiel des Diakons Stephanus und am Beispiel Jesu selbst Mut und Kraft zum Gottvertrauen und zum Bekenntnis schenken will. Dann verkündete der Eichendorfer Pfarradministrator im Evangelium einen Ausschnitt aus einer Rede Jesu an seine Jünger, mit der er sie zum missionarischen Wirken aussendet. Sie werden dabei zu furchtlosem Bekenntnis trotz drohender Gewalttaten aufgefordert.
Kirche war festlich geschmückt
Traditionsgemäß ließ Pater Joshy am Stephani-Tag die Predigt ausfallen und leitete zum Glaubensbekenntnis und den Fürbitten über. Dann wurde — dem Auftrag Jesu gemäß — gemeinsam Eucharistie gefeiert. Vor dem Schlusssegen sprach der Zelebrant den Eheleuten Hermann und Anna Maidl aus Reichstorf, die den Christbaum für die Filialkirche gespendet hatten, seinen Dank aus. Gleichermaßen freute sich Pater Joshy, der Reichstorfer Mesnerin Angelika Waldherr und ihrem Ehemann Franz dafür „Vergelt’s Gott!“ zu sagen, dass sie den Christbaum und die ehemalige Schlosskapelle, die aus dem 14. Jahrhundert stammen dürfte, wieder so schön geschmückt hatten. Abschließend bedankte sich der Geistliche bei der Organistin Lydia Schropp aus Exing, die „heuer an Weihnachten mehr Messen gespielt hat, als ich zelebriert habe“ und an der Kirchenorgel auch diesen Gottesdienst festlich gestaltet hat.
Bericht und Fotos: Ulrich Altmann