Er ging anschließend auf die Pfingsterzählung ein, in der die Jünger sich trauten, zu erzählen, was ihnen wichtig war. Sie, die ängstlich waren, wurden von einer Kraft ergriffen, rissen die Türen auf und predigten mitten in die Ohren und Herzen der Menschen hinein. Eine Aufbruchsstimmung, mit der niemand gerechnet hatte. „Die kleine Christengemeinde“, fuhr Pater Joshy fort „wird ‚Feuer und Flamme‘ für die Sache Jesu!“.
„Wie damals sind wir auch heute eine kleine Christengemeinde“, stellte der Prediger mit einem Blick in die Bankreihen fest. „Und wir werden noch kleiner werden! Und darum wünsche ich mir vom Heiligen Geist,“ so Pater Joshy „dass wir Feuer und Flamme bleiben für die Sache Jesu, dass wir auch Mut haben, von den großen Taten Gottes zu reden.“
Die Pfingstgeschichte macht Mut
Der Geistliche ging darauf ein, „dass wir in einer Gesellschaft leben, in der wir viel schweigen müssen, wenn es um Gott, Glaube und Kirche geht. Dies sogar in der eigenen Familie.“ Oft hätten die Christen Angst, von anderen belächelt zu werden, wenn sie von Gott sprechen. Die Erzählung von Pfingsten solle für die Christen aber eine Mut-Geschichte werden. Sie solle zeigen, dass das Beieinandersein und das gemeinsame Gebet für die Jünger sehr wichtig waren. Das seien sogar die Voraussetzungen für die Herabkunft des Heiligen Geistes gewesen. Die Kirche müsse der Ort bleiben, für das Beieinandersein der Christen und für das gemeinsame Gebet. So könne man sich einanander in den Glaubenserfahrungen stärken, einander Mut machen, für die Sache Jesu einzustehen. „Möge Gott uns mit seiner Kraft entzünden, wecken, lebendig machen, um für unseren Pfarrverband eine Pfingstgemeinde zu werden und auch zu bleiben!“ schloss Pater Joshy — mit seinem Wunsch für ein Mut machendes Pfingstfest — die Predigt.
Am Pfingstmontag wurde ein Pfarrverbandsgottesdienst gefeiert
Als Lektorin war Annemarie Mühlbauer am Sonntag vor Ort und Karin Nachreiner unterstützte Pater Joshy beim Austeilen der Kommunion. Die kraftvolle und festliche musikalische Gestaltung des Pfingstsonntagsgottesdienstes übernahm der Musikalische Verein Eichendorf unter Leitung von Iris Wunderlich, mit Vorsitzender Hildegard Haberl und Rita Haberl an den Gitarren und Lydia Schropp an der Orgel. Da am Pfingstmontag die Orgelbank zur einzigen Eucharistiefeier im Pfarrverband leer blieb, stimmte kurzerhand Mesnerin Stephanie Altmann die pfingstlichen Lieder an, und die Gemeinde sang kräftig mit. Pater Jipson feierte den Gottesdienst am Pfingstmontag als Hauptzelebrant zusammen mit Pater Joshy. Die Lesung und die Fürbitten übernahm Franz Ratzisberger, der auch den Dienst des Kommunionhelfers versah.
Bericht und Fotos: Stephanie Altmann