Glaube und Tradition

Den Leidensweg Jesu gegangen

Pfarrverband Eichendorf am 12.04.2025

Viele Gläubige - zwischen fünfzig und sechzig an der Zahl - sind der Einladung von Pater Joshy gefolgt, mit ihm und dem Gesamtpfarrgemeinderat am vergangenen Freitag (11.04.2025) den Weg des Leidens Jesu tatsächlich nachzugehen.

Punkt 19.00 Uhr star­te­te der Pil­ger­zug zwei Tage vor dem Palm­sonn­tag an der Drei­fal­tig­keits­ka­pel­le (am süd­li­chen Ende der Adl­dor­fer Schloss­al­lee). Im Gegen­satz zum letz­ten Jahr, als es auf­grund der kal­ten Wit­te­rung Ende März rich­tig unge­müt­lich war, pfif­fen heu­er zum gegan­ge­nen Kreuz­weg bei ver­gleichs­wei­se mil­den Tem­pe­ra­tu­ren die Vögel ihr Abend­lob. Ent­lang der 1,2 Kilo­me­ter lan­gen und durch­aus anspruchs­vol­len Stre­cke, die über den Kel­ler­turm zur Holz­ka­pel­le in Kel­ler­häu­ser führ­te, wur­den die 14 Sta­tio­nen des Lei­dens­we­ges Jesu in sie­ben Stopps gebe­tet und gesun­gen. Als Vor­be­te­rin­nen und Vor­be­ter hat­ten sich unter ande­rem Mit­glie­der des Gesamt­pfarr­ge­mein­de­ra­tes enga­giert. Alo­is Breit­schopf, der Vor­sit­zen­de des Pil­ger­ver­eins Wal­ler­fing-Eichen­dorf, hat­te dan­kens­wer­ter Wei­se wie­der die mobi­le und wet­ter­fes­te Laut­spre­cher­an­la­ge mit­ge­bracht. Pater Jip­son ging der Pro­zes­si­ons­ge­mein­de mit dem Pfarr­ver­bands­kreuz vor­an, gefolgt von Pater Jos­hy und Laut­spre­cher­trä­ger Klaus Ott. Die Teil­neh­mer waren mit war­mer Klei­dung und fes­tem Schuh­werk gut aus­ge­rüs­tet. Und jeder, der woll­te, durf­te sein eige­nes Kreuz mitbringen.

Der Kreuzweg endete an der Holzkapelle

Die von Pater Jos­hy aus­ge­wähl­ten Tex­te und die pas­sen­den Pas­si­ons­lie­der, die Lukas Salz­ber­ger ange­stimmt hat­te, reg­ten dazu an, dem Leben Jesu und sei­ner Bot­schaft nach­zu­spü­ren. An der End­sta­ti­on​„Holz­ka­pel­le“ hat­te Mes­ne­rin Rose­ma­rie Fle­xe­der, die den Kreuz­weg auch selbst mit­ge­gan­gen war, das klei­ne Got­tes­haus in Kel­ler­häu­ser bereits auf­ge­sperrt und mit Ker­zen beleuch­tet. Dort war­te­ten bereits ein paar Gläu­bi­ge, die ihre Bli­cke über den Markt hin­weg zum male­ri­schen Pan­ora­ma der Ber­ge des Baye­ri­schen Wal­des schwei­fen lie­ßen, auf die Betergruppe.

Gelungene Einstimmung auf die Karwoche

Pater Jos­hy spen­de­te dort den Teil­neh­mern den Schluss­se­gen, bedank­te sich bei den Mit­wir­ken­den und lud alle Betei­lig­ten zur wei­te­ren Fei­er der Hei­li­gen Woche ein, die mit der Fei­er der ​„längs­ten Mes­se der Welt“ (die in drei Tei­len am Grün­don­ners­tag, Kar­frei­tag und der Osternacht/​Auferstehung began­gen wird) ihren Höhe­punkt fin­det. Mit einem dank­ba­ren Schmun­zeln und einem spitz­bü­bi­schen Augen­zwin­kern in Rich­tung sei­nes treu­en Pfarr­vi­kars stell­te der Pfarr­ad­mi­nis­tra­tor, der das Pfarr­ver­bands­kreuz noch in sei­nen Hän­den hielt, abschlie­ßend noch aner­ken­nend fest, dass es immer gut sei, wenn einer das Kreuz für alle auf sich neh­me. Auf dem Heim­weg genos­sen dann vie­le der Pil­ger die stim­mungs­vol­len Bil­der am tief­ro­ten Him­mel über Kel­ler­häu­ser und Adl­dorf, die die auf­ge­zo­ge­nen Wol­ken — wohl abge­stimmt mit der Abend­son­ne — gezeich­net hatten.

Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

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