Glaube und Tradition

Feierliche Lichterprozession von Pitzling nach Hütt

Pfarrverband Eichendorf am 28.10.2024

Am vergangenen Sonntag (27.10.2024) fand zum Abschluss des Rosenkranz- und Marienmonats Oktober auf Initiative des Eichendorfer Pfarradministrators Pater Joshy auch heuer wieder eine Lichterprozession statt.

Pünkt­lich zum Son­nen­un­ter­gang tra­fen sich — aus­ge­rüs­tet mit Ker­zen, Later­nen, Taschen- und Stirn­lam­pen, Warn­wes­ten und Rosen­krän­zen — vie­le Gläu­bi­ge, Jung und Alt aus dem gan­zen Pfarr­ver­band, vor dem Knöckl’schen Anwe­sen, unweit der Pitz­lin­ger Dorf­kir­che St. Maria, um sich gemein­sam mit ihrem Pfar­rer und mit ihrem Pfarr­vi­kar Pater Jip­son betend auf den Weg nach Hütt zur dor­ti­gen Fili­al­kir­che zu machen, die wohl um 1300 erbaut wur­de, zur Pfar­rei Hart­kir­chen gehört und dem Hei­li­gen Mar­tin geweiht ist.

Feierliche Gestaltung der Prozession

Pater Jos­hy eröff­ne­te die Lich­ter­pro­zes­si­on und gab sei­ner Freu­de dar­über Aus­druck, dass sich wie­der vie­le Gläu­bi­ge ein­ge­fun­den haben, um ein Zeug­nis für ihren Glau­ben zu geben. Anschlie­ßend über­gab er das Wort an Alo­is Breit­schopf aus Hütt, den stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den des Wall­fah­rer­ver­eins Eichen­dorf-Wal­ler­fing. Der rou­ti­nier­te Pil­ger­füh­rer bete­te zunächst den licht­rei­chen Rosen­kranz vor, unter­stützt von sei­ner Ehe­frau Chris­ti­ne Rein­spach-Breit­schopf und Laut­spre­cher­trä­ger Klaus Ott aus Inders­bach. Der Hart­kir­che­ner Kir­chen­chor unter der Lei­tung von Simo­ne Regirt, mit Ger­hard Ebner an der Gei­ge und Franz Wald­herr an der Gitar­re hat­te pas­sen­de Lie­der aus­ge­wählt und über­nahm die stim­mungs­vol­le musi­ka­li­sche Gestal­tung der Lichterprozession.

Besinnliche Texte und Lieder

Die Pro­zes­si­on führ­te mit Man­fred Buch­ta aus Inders­bach an der Spit­ze, der das illu­mi­nier­te Pfarr­ver­bands­kreuz trug, gefolgt von Ste­pha­nie Alt­mann aus Eichen­dorf, die einen gro­ßen beleuch­te­ten Rosen­kranz vor­an­trug — über die halb­sei­tig gesperr­te Staats­stra­ße zum Kreis­ver­kehr und von dort über die voll­stän­dig gesperr­te Gemein­de­ver­bin­dungs­stra­ße — nach Hütt, an der Schä­fe­rei Schiltz vor­bei hin zur St.-Martins-Kirche, die idyl­lisch auf einem Hügel ent­lang des Erlet­gra­bens gele­gen ist, den Dami­an und Alo­is Breit­schopf juni­or Kir­chen­hü­gel vor­her frisch abge­mäht hat­ten. Zwi­schen­durch stopp­te der Pil­ger­zug, der von einem gro­ßen Auf­ge­bot der Feu­er­weh­ren Hart­kir­chen und Dor­nach fach­män­nisch beglei­tet wor­den ist, immer wie­der für kur­ze Zeit; dabei wur­den dann Lie­der gesun­gen und besinn­li­che Tex­te vor­ge­tra­gen. Die Pil­ger­schar, die auch heu­er wie­der tro­cke­nen Fußes am Ziel ihrer Pro­zes­si­on ankam, bil­de­te vor dem Ein­gang der Fili­al­kir­che Hütt einen gro­ßen Gebetskreis.

Stimmungsvoller Abschluss an der Martinskirche

Pater Jos­hy bete­te — gesang­lich unter­stützt vom Hart­kir­che­ner Kir­chen­chor — im Anschluss an den Rosen­kranz gemein­sam mit den Pil­gern in einer ganz beson­de­ren Atmo­sphä­re. Dabei wur­den die Anlie­gen, in denen die Gläu­bi­gen bete­ten, beson­ders der Für­bit­te Mari­ens anver­traut. Dann spen­de­te der Eichen­dor­fer Orts­geist­li­che allen Anwe­sen­den und deren Fami­li­en den Segen, ehe gemein­sam das Lour­des-Lied zu Ehren der Mut­ter Jesu ange­stimmt wur­de. Alle Mit­be­te­rin­nen und Mit­be­ter waren im Anschluss an die Lich­ter­pro­zes­si­on und das Gebet (je nach Alter und Gus­to) zu Glüh­wein bzw. Kin­der­punsch zum Anwe­sen der Fami­lie Rein­spach-Breit­schopf in Hütt ein­ge­la­den, wo ein pras­seln­der Feu­er­korb schon von wei­tem zur Ein­kehr einlud.

Gemütliches Beisammensein mit Glühwein und Gebäck

Danie­la Stangl und Moni­ka Salz­ber­ger waren dort den Rest des Abends über — im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes — schöp­fe­risch tätig und wur­den tat­kräf­tig von Sil­ke Kölbl, Rita Haberl, Klaus Ott und den Bäcker­meis­ter­se­he­leu­ten Man­fred und Mari­an­ne Buch­ta unter­stützt. Beson­ders schwärm­ten die gro­ßen und klei­nen Pil­ger auch von dem süßen Gebäck, das für sie bereit­ge­stellt wor­den war. Die Steh­ti­sche, um die sich die Pro­zes­si­ons­teil­neh­mer schar­ten, hat­te Sebas­ti­an Albert — eben­so wie die Fackeln — orga­ni­siert. Die Pro­zes­si­ons­ker­zen hat­te Domi­nik Albert von der Fir­ma Wie­demann aus Deg­gen­dorf besorgt. Pater Jos­hy dank­te allen, die mit­ge­hol­fen hat­ten, die Lich­ter­pro­zes­si­on und die anschlie­ßen­de welt­li­che Fei­er zu orga­ni­sie­ren und durch­zu­füh­ren, dabei beson­ders auch den­je­ni­gen, die den Fahr­dienst von Hütt zurück nach Pitz­ling über­nah­men. Ein wei­te­rer Dank gilt neben den Feu­er­weh­ren Hart­kir­chen und Dor­nach für die Stra­ßen­si­che­rung dem Wall­fah­rer­ver­ein Eichen­dorf-Wal­ler­fing, der den Laut­spre­cher samt Mikro­fon zur Ver­fü­gung gestellt hat­te, und allen Pil­gern, die das bereit­ge­stell­te Körb­chen mit einer Spen­de gefüllt haben; das gesam­mel­te Geld wird auch heu­er wie­der einem guten Zweck zuge­führt wer­den. Alle waren sich einig: Auch im nächs­ten Jahr soll die fei­er­li­che Lich­ter­pro­zes­si­on, die von den Mit­glie­dern des Gesamt­pfarr­ge­mein­de­ra­tes und der Fami­lie Rein­spach-Breit­schopf aus Hütt vor­be­rei­tet wor­den war, unbe­dingt wie­der stattfinden.

Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

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