Im Anschluss an den Dankgottesdienst am vergangenen Sonntag (04.01.2026) waren alle ins Pfarrzentrum zu einem Stehempfang eingeladen: ein kleines Dankeschön an die Haupt-, Neben- und Ehrenamtlichen des Pfarrverbandes für ihr Engagement.
Mitglieder der KLJB Eichendorf-Pitzling empfingen die Besucher — ganz nach Wahl — mit einem Gläschen Sekt oder Orangensaft. Im Vergleich zu den vergangenen Neujahrsempfängen hatte sich der Pfarrsaal bis auf den letzten Stehplatz mit Gläubigen aus dem gesamten Pfarrverband und vielen Gästen aus Pater Joshys Vorgänger-Pfarrverband Altenmarkt gefüllt. Fast wie in alten Zeiten haben sich fünf „Pfarrei-Ecken“ gebildet, außerdem eine Jugend-Ecke, deren Sitzplätze sich die Ministranten ergattern konnte. Gesamtpfarrgemeinderatsvorsitzender Franz Ratzisberger begrüßte alle Gäste ganz herzlich, allen voran den Priesterjubilar Pater Joshy und stieß mit diesem auf die nächsten, mindestens hoffentlich weitere zehn Jahre priesterlichen Dienst im Pfarrverband Eichendorf an.
Viele Menschen gratulierten dem Priesterjubilar
Die Mitglieder der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates der Mutterpfarrei Dornach mit weiteren fleißigen Helfern hatten nach allen Regeln der Koch- und Dekorationskunst ein beachtliches Buffet aufgetischt, zu dem alle anderen Pfarreien, die Mitglieder der Pfarrbücherei und des KDFB Eichendorf sowie des Seniorenclubs Herzhaftes und Süßes beisteuerten. So hatte zum Beispiel der Indersbacher Bäckermeister Manfred Buchta einen äußerst schmackhaften, zu einer großen 30 geflochtenen Brezenzopf und Brezen mitgebracht. Nach der seelischen Stärkung beim Dankgottesdienst waren die Gottesbesucher eingeladen, sich an der reichhaltig gedeckten Tafel zu bedienen und sich mit Getränken der Gräflichen Brauerei Arco auf Valley zu stärken. Währenddessen nutzte Diana Königer — die Vorsitzende des Pfarrverbands-Caritasvereins Eichendorf — mit den weiteren Mitgliedern der Vorstandschaft die Möglichkeit, Pater Joshy zum Jubiläum zu gratulieren.
Zwei Engel, ein Film und viele Lacher
Nachdem der erste Hunger und Durst gestillt waren, setzten plötzlich der kurz vor der Verrentung stehende Schutzengel von Pater Joshy — gespielt von der ehemaligen Eichendorfer Kirchenpflegerin Franziska Braun — und sein bereits in Teilen eingearbeiteter und hoch motivierter Schutzengel-Nachfolger — gemimt von der Dornacher Kirchenpflegerin Beate Kirschner-Schraufnagl — zur Landung an. Die beiden Himmelsboten mit grell-gelbem Engelshaar wussten viel Süffisantes über den ihnen anvertrauten Schützling und dessen Eigenheiten zu berichten und strapazierten damit die Lachmuskeln der Anwesenden weit über das belastbare Maß hinaus. Dann waren die Ministranten des Pfarrverbandes an der Reihe: Die Lausbuben und ‑dirndln Gottes hatten eigens für „ihren“ Pater Joshy einen exklusiven Film gedreht und auf die Leinwand gebeamt. Die humorvollen Videobotschaften und mit Musik untermalten Diashows bereiteten dem Jubilar sowie den anderen Besuchern eine große Freude. Mit einem extra für den Jubilar verfassten Gedicht, enthüllte die Poetin Johanna Goldbrunner — die Mesnerin von der Haid — einige Anekdoten aus Pater Joshys Leben (z. B. dessen Vorliebe für beheizte Fußsohlen) und zeigte mit feinem Humor auf, wie der nunmehrige Eichendorfer Pfarradministrator von Indien über Österreich, Passau und Altenmarkt in die Perle des Vilstals gelangt ist.
Pater Joshy dankte allen für EInsatz und Treue im Glauben
Schließlich ergriff Pater Joshy — trotz seiner Sprachlosigkeit — nochmal das Wort: Er sprach allen Haupt‑, Neben- und Ehrenamtlichen besonders für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre Treue im Glauben seinen Dank aus. Insbesondere dankte er allen, die — auf welche Weise auch immer — dazu beigetragen haben, das Priesterjubiläum und den Neujahrsempfang so schön zu gestalten und auch im Anschluss daran das Pfarrzentrum wieder aufzuräumen. Eichendorf sei dem Priesterjubilar, wie er gerührt zum Ausdruck brachte, zu einer Heimat geworden, in der er — so Gott will — mindestens noch ein Jahrzehnt bleiben, leben und wirken wolle. Mit einem breiten Lächeln und einem klassischen Augenzwinkern stellte er diese Absicht allerdings unter die Bedingung, dass die derzeitigen Ministranten ihren Dienst auch noch mindestens weitere zehn Jahre aktiv ausüben. Mal schauen! Der Sonntagnachmittag klang anschließend mit guten Gesprächen und süßem Gebäck aus, wobei viele Gläubige die Gelegenheit beim Schopf gepackt haben, ihrem Pfarrer ganz persönlich zum Jubiläum zu gratulieren, darunter auch Altbürgermeister und Ehrenbürger Max Wagner.
Bericht und Fotos: Ulrich Altmann
