Festgottesdienst

Pfarrverband feiert 30-jähriges Priesterjubiläum von Pater Joshy

Pfarrverband Eichendorf am 07.01.2026

Da staunten die meisten nicht schlecht, als Pfarradministrator Pater Joshy zusammen mit Pfarrvikar Pater Jipson, Gemeindereferentin Gertraud Dickgießer, Gesamtpfarrgemeinderatsvorsitzendem Franz Ratzisberger, dessen Stellvertreterin Silke Kölbl, den Pfarreisprechern des Pfarrverbandes und einer großen Schar von Ministranten aus dem Pfarrverband vergangenen Sonntag (04.01.2026) in die buchstäblich bis auf den letzten Platz besetzte Pfarrkirche Sankt Martinus einzog. 

Von der Empo­re her­ab und aus den Kir­chen­bän­ken im Lang­schiff erklang stimm­ge­wal­tig das ​„O Du fröh­li­che“. Und es war an die­sem Her­ren­tag wahr­lich ein wei­te­rer gro­ßer Grund zur Freu­de: Am 03.01.1996 wur­de der nun­meh­ri­ge Pfarr­ad­mi­nis­tra­tor zum Pries­ter geweiht. Und die­ses Jubi­lä­um galt es mit einem Dank­got­tes­dienst zu fei­ern. Nach der lit­ur­gi­schen Eröff­nung trat Pater Jos­hy zum Ambo und gab den Mit­fei­ern­den einen sehr bewe­gen­den, per­sön­li­chen und emo­tio­na­len Rück­blick auf 30 Jah­re Pries­ter­dienst. Die Anspra­che im Wort­laut fin­den Sie unter fol­gen­dem Link.

Festgottesdienst
07.01.2026

„Mein 30-jähriges Priesterjubiläum“ – Pater Joshys Ansprache im Wortlaut

Anlässlich seines 30-jährigen Priesterjubiläums gab Pater Joshy in einer persönlichen Ansprache einen…

Nach dem Kyrie, dem Glo­ria und dem Tages­ge­bet trug Lek­tor Ulrich Alt­mann die pas­sen­de Lesung aus dem Ephe­ser­brief vor. Anschlie­ßend ver­kün­de­te Pater Jos­hy die Kurz­fas­sung des in der Lese­ord­nung vor­ge­se­he­nen Johan­nes­evan­ge­li­ums, den Hym­nus von Jesus als mensch­ge­wor­de­nem Wort Got­tes. ​„Das Wort ist Fleisch gewor­den und hat unter uns gewohnt. ​‚Unter uns‘ — das sind wir. Jeder Ein­zel­ne von uns zählt dazu. Jeder Ein­zel­ne zählt. Und jeder Ein­zel­ne fehlt schmerz­lich, wenn er nicht da ist. Wir spü­ren das in unse­ren Fami­li­en, Freun­des­krei­sen und auch in unse­ren Pfar­rei­en. Wer nicht mehr da ist, weil er ver­stor­ben ist, weil er sich aus Ent­täu­schung zurück­ge­zo­gen hat oder weil er der gan­zen Kir­chen­ge­mein­schaft den Rücken gekehrt hat — er fehlt!“, lei­te­te der Jubi­lar sei­ne Pre­digt ein. ​„Im Evan­ge­li­um haben wir das Bild vom ​„wah­ren Licht“ gehört, das ​„die Men­schen erleuch­tet!“, fuhr er fort. ​„Auch die­ses Bild passt gut für uns: Wir alle haben in uns die Sehn­sucht nach Licht. Beson­ders an Weih­nach­ten wird dies auch äußer­lich sicht­bar: Über­all Lich­ter­ket­ten und jeder Christ­baum wird erst rich­tig schön durch die Lich­ter. Auch hier wis­sen wir: Wenn ein­zel­ne Lich­ter nicht mehr leuch­ten, dann kön­nen das am Anfang die ande­ren Ker­zen noch aus­glei­chen — irgend­wann aber wird es dun­kel, der Glanz und die Wär­me sind weg. Dar­um ist jeder von uns mit sei­nem Licht so ent­schei­dend!“, beton­te Pater Jos­hy. Zugleich sei die­se Gemein­schaft der Lich­ter auch ent­las­tend: Kei­ner müs­se ganz allei­ne für Licht und Glanz sor­gen — rich­tig hell wer­de es durch das Zusam­men­wir­ken aller. ​„Wenn wir heu­te die­sen Dank­got­tes­dienst fei­ern, dann dan­ken wir sym­bo­lisch für jedes Licht unter uns — für jeden von Euch, der sich mit sei­ner Eigen­art, sei­nem Wesen und sei­ner Kraft ein­bringt!“, schloß der Haupt­ze­le­brant sei­ne Predigt.

„Wir sind froh und dankbar, dass du da bist!“

Der Pre­digt folg­ten Gedan­ken über ​„Das wah­re Licht, das in die Welt gekom­men ist — Jesus Chris­tus, die Quel­le des Lichts in unse­rer Glau­bens­ge­mein­schaft“ (vor­ge­tra­gen von Franz Rat­zis­ber­ger), über ​„Das Licht der Ehren­amt­li­chen, das für alle leuch­tet, die in der Kir­che ein Ehren­amt aus­üben“ (Pater Jos­hy), über ​„Das Licht der Gläu­bi­gen, aus aus Dank­bar­keit für alle Gläu­bi­gen unse­res Pfarr­ver­ban­des brennt“ (Pater Jip­son), über ​„Das Licht der Haupt­amt­li­chen“ (Pater Jos­hy) und über ​„Das Licht für Pater Jos­hy“ (Ger­traud Dick­gie­ßer), wobei die Gemein­de­re­fe­ren­tin jeweils eine Ker­ze vor dem Volks­al­tar ent­zün­de­te. ​„Lie­ber Pater Jos­hy, als unser Pfar­rer und der Mensch, der du bist, bist zu wirk­lich ein beson­ders hel­les Licht in unse­rer Mit­te — viel­leicht sogar eher ein Leucht­turm. Wir dan­ken dir herz­lich für dei­ne gro­ße Gott­ver­bun­den­heit und Men­schen­freund­lich­keit, für dei­ne Offen­heit, dein unkom­pli­zier­tes und herz­li­ches Wesen und dei­ne gro­ße Gabe, die rich­ti­gen Wor­te zu fin­den und Men­schen damit zu berüh­ren und sie zu berei­chern. Wir sind sehr froh und dank­bar dafür, dass du da bist!“, schloß Ger­traud Dick­gie­ßer den Wortgottesdienst.

Worte des Dankes und des Segens

Nach dem Schluss­se­gen, den Pater Jos­hy allen Mit­fei­ern­den spen­de­te, tra­ten der Rei­he nach Gesamt­pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­der Franz Rat­zis­ber­ger, Bür­ger­meis­ter Josef Beham für den Markt Eichen­dorf, Hil­de Progl als Vor­sit­zen­de für den Senio­ren­club, Alo­is Breit­schopf als stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der des Wall­fah­rer­ver­eins Eichen­dorf-Wal­ler­fing zum Ambo und gra­tu­lier­ten dem Jubi­lar mit Wor­ten des Dan­kes und des Segens. Die musi­ka­li­sche Gestal­tung des Got­tes­diens­tes über­nahm der Musi­ka­li­sche Ver­ein mit Mit­glie­dern des Jugend­cho­res ​„Bel­le voci“ unter der Gesamt­lei­tung von Iris Wun­der­lich mit Lydia Schropp an der Kir­chen­or­gel, Chris­tia­ne Aigner am E‑Piano, Lui­sa Däul­la­ry an der Gei­ge und Anto­nia Schmidt-Ramsin an Quer­flö­te und Vio­li­ne und bekam zum Schluss des Hei­li­gen Amtes dafür einen kräf­ti­gen Applaus.

Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

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