Gottesdienst

Sonntagsgottesdienst im AWO-Seniorenheim

Pfarrverband Eichendorf am 16.09.2024

2024 01 03 Sternsingeraktion Eichendorf Stephanie Altmann 2

Eigentlich war geplant, den Sonntagsgottesdienst der Pfarrei im Garten des AWO Seniorenheimes St. Martin zu feiern. Doch der Dauerregen und die schon recht kühlen Temperaturen führten dazu, das Heilige Amt am vergangenen Sonntag (15.09.2024) in die Kapelle des Seniorenheimes verlegen zu müssen.

Ins­be­son­de­re die Ein­rich­tungs­mit­ar­bei­te­rin­nen Eli­sa­beth Som­mers­ber­ger, Eri­ka Klee­ber­ger, Roma­na Stangl und Sieg­lin­de Leher hat­ten zusam­men mit Mes­ne­rin Pau­la Kage­rer und Anto­nie Scharl die Vor­be­rei­tun­gen dafür über­nom­men: Die­je­ni­gen Heim­be­woh­ner, wel­che mit­fei­ern woll­ten und konn­ten, hat­ten in der Kapel­le, im Spei­se­saal und im Foy­er ihre Plät­ze ein­ge­nom­men, die Rol­la­to­ren waren in Reih‘ und Glied im Gang geparkt, für die Got­tes­dienst­be­su­cher, die von aus­wärts kamen, waren Stüh­le und Bän­ke auf­ge­stellt wor­den. Schließ­lich fand auch die mobi­le Laut­spre­cher­an­la­ge der Pfar­rei ihren Platz. Als Mes­ne­rin Pau­la Kage­rer die Glo­cke läu­te­te, zog Pater Jos­hy mit den Minis­tran­ten durch die Vor­hal­le fest­lich in die Kapel­le ein. Der Zele­brant hieß alle, vor allem die Heim­be­woh­ner, das Pfle­ge­per­so­nal und die Kin­der, herz­lich will­kom­men. Nach der Ein­füh­rung, den Kyrie-Rufen und dem Tages­ge­bet folg­te die neu­tes­ta­ment­li­che Lesung aus dem Jako­bus­brief, die Uli Alt­mann vor­trug. Jako­bus geht es um einen tat­kräf­ti­gen Glau­ben, der es nicht beim Wort und Bekennt­nis belässt, son­dern sich in Taten bewahr­hei­tet. Pater Jos­hy ver­kün­de­te anschlie­ßend das Sonn­tags­evan­ge­li­um. Dar­in stellt Jesus die Fra­ge, für wen die Men­schen ihn hal­ten, wor­auf Simon Petrus sein Mes­si­as-Bekennt­nis abgibt.

Eine Geschichte vom Tragen des Kreuzes

2024 09 15 AWO Seniorenheim St Martin Sonntagsmesse UA 2

Zu Beginn sei­ner Pre­digt erzähl­te der Geist­li­che sei­ner Gemein­de eine Geschich­te von einer Grup­pe von Men­schen, die Kreu­ze zu tra­gen hat­ten. Jeder trug sein Kreuz auf sei­ner Schul­ter und wan­der­te damit durch die Wüs­te. Einer aus der Grup­pe schau­te stän­dig her­um und beschwer­te sich schließ­lich bei Gott, war­um er so ein gro­ßes Kreuz zu tra­gen habe. Es sei zu schwer für ihn, er schaf­fe es nicht und bat den Herrn, ein klei­nes Stück von sei­nem Kreuz abschnei­den zu dür­fen. Gott sag­te Ja!“, und jetzt ging es schon ein Stück leich­ter, das Kreuz zu tra­gen, wor­über sich der, der sich beschwert hat­te, freu­te. Nach eini­ger Zeit muss­te die Grup­pe mit ihren Kreu­zen auf einen Berg stei­gen. Dem Beschwer­de­füh­rer“ sei sein Kreuz noch immer zu groß und zu schwer gewe­sen. Er frag­te Gott, ob es ihm gestat­tet sei, ein wei­te­res Stück sei­nes Kreu­zes abzu­schnei­den. Gott hat es ihm auch die­ses Mal erlaubt. Fröh­lich lief der Kreuz­ab­schnei­der“ hin­ter der Grup­pe her, bis alle am Ende des Weges zu einem Abgrund kamen. Kei­ne Brü­cke und kein Steg weit und breit. Wie soll­ten sie auf die ande­re Sei­te kom­men, auf der ein Para­dies zu sein schien? Da nah­men die ande­ren ihre Kreu­ze, die ganz genau pass­ten, um dar­auf pro­blem­los über das Hin­der­nis auf die ande­re Sei­te der Schlucht zu gelan­gen. Das Kreuz des einen aber, das schon zwei­mal abge­schnit­ten wor­den war, war zu kurz und so muss­te der, dem das Kreuz immer zu groß und zu schwer war, allei­ne dies­seits des Abgrun­des stehenbleiben.

Einer trage des anderen Last!

Mit sol­chen Geschich­ten ver­sucht man, eine kraft­ge­ben­de Bedeu­tung für das Kreuz­tra­gen zu fin­den! Denn die Kreu­ze kom­men auf uns zu und wir wis­sen, dass es oft kei­nen ande­ren Weg gibt, mit vie­len unse­rer Kreu­ze zu leben und sie zu tra­gen!“, wand­te sich der Pre­di­ger an sei­ne Zuhö­rer. Die ent­schei­den­de Fra­ge ist aber“, so Pater Jos­hy wei­ter: Wie gehen wir mit unse­ren Kreu­zen um?“ Ein Weg zur Ver­söhnt­heit sei, das eige­ne Kreuz mit dem Kreuz Jesu zu ver­bin­den, im Ver­trau­en auf den Vater. Wir kön­nen ver­su­chen, ein­an­der im Kreuz-Tra­gen gegen­sei­tig zu stär­ken und zu stüt­zen, wie Jesus uns mit sei­nem Kreuz getra­gen hat!“, beton­te der Pfar­rer. Schließ­lich habe auch Jesus sich beim Kreuz-Tra­gen hel­fen las­sen und so kön­ne jeder zu einem Simon-von-Zyre­ne-Typ wer­den. Zu einem Men­schen, der nicht ste­hen blei­be und nur zuschaue, son­dern mit unter das Kreuz gehe und die Last erleich­te­re, viel­leicht sogar ein Stück weit abneh­me: Einer tra­ge des ande­ren Last!“, wie es der Apos­tel Pau­lus in sei­nem Brief an die Gala­ter geschrie­ben habe.

Jeden Mittwochnachmittag wird im Seniorenheim Hl. Messe gefeiert

Im Anschluss an Pater Jos­hys Anspra­che trug Gemein­de­re­fe­ren­tin Ger­traud Dick­gie­ßer, die auch bei den Vor­be­rei­tun­gen half, die Für­bit­ten vor. Dann wur­de gemein­sam Eucha­ris­tie gefei­ert. Franz Rat­zis­ber­ger und Pau­la Kage­rer unter­stütz­ten den Zele­bran­ten beim Aus­tei­len der gewan­del­ten Hos­ti­en. Zum Schluss des Got­tes­diens­tes dank­te Pater Jos­hy dem gan­zen Team des AWO Senio­ren­hei­mes mit Ein­rich­tungs­lei­ter Kon­rad Mader an der Spit­ze für die gro­ße Unter­stüt­zung dafür, die dies­ma­li­ge Sonn­tags­mes­se und auch das Jahr über jeden Mitt­woch­nach­mit­tag Got­tes­dienst mit den Senio­ren, dem Heim­per­so­nal und wei­te­ren Gläu­bi­gen fei­ern zu dür­fen. Der Volks­ge­sang wäh­rend des sonn­täg­li­chen Hei­li­gen Amtes wur­de übri­gens stimm­kräf­tig von einer Abord­nung des Musi­ka­li­schen Ver­eins Eichen­dorf mit der Vor­sit­zen­den Hil­de­gard Hagen­bur­ger unter­stützt. Lydia Schropp spiel­te dazu an der Senioren-Heim-Orgel.

Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

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