Bei strahlender Abendsonne eröffnete Pater Jipson das Heilige Amt und freute sich, dass — trotz der heißen Witterung — viele Gläubige (auch von außerhalb des Pfarrverbandes Eichendorf) in den paradiesischen Garten der ehemaligen Schule auf der Haid gekommen sind. Mitglieder des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung der Wallfahrtsfiliale Haid hatten zusammen mit Aushilfsmesnerin Helga Weber, den Mitgliedern des Kirchenchores, der unter der Leitung von Angela Kastenberger die stimmungsvolle musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahm, und anderen ehrenamtlichen Helfern alles Erforderliche vorbereitet: Der „Altarraum“ und das „Kirchenschiff“ waren frisch ausgemäht, das Fallobst eingesammelt, der Altar und die Kredenz arrangiert sowie ausreichend Bierbänke aufgestellt, die notwendigen Stromleitungen verlegt und das liturgische Zubehör bereitgestellt.
Segnung der Kräuterbuschen
Pater Jipson verkündete anschließend das Tagesevangelium nach Lukas. Der Evangelist führt dort ins Zentrum der Kindheitsgeschichte Jesu, nämlich zur Begegnung von zwei schwangeren Frauen, der alten Elisabet und der jungen Maria. Das „Gegrüßt seist du, Maria“ und das „Magnificat“ verdankt die Kirche diesen beiden großen Frauen. In seiner anschließenden Predigt ging der Pfarrvikar auf die wichtige Rolle Marias ein, zu deren Ehre das Hochfest gefeiert wurde. Zum Schluss der Messfeier segnete Pater Jipson die Kräuterbuschen, die das Team um Elisabeth Laurer und Gertraud Steinhuber am Laurer’schen Anwesen gebunden hatte, sowie die von Gesamtpfarrgemeinderatsmitglied Anita Loibl beigebrachten Brote.
Anschließende Lichterprozession
Bevor der Geistliche den Schlusssegen spendete, waren alle Anwesenden eingeladen, an einer gemeinsamen, von den beiden Ministranten mit dem Vortragkreuz angeführten Lichterprozession teilzunehmen, die zu einem nahe gelegenen Waldstück führte. Als Vorbeter fungierte Kirchenpfleger Hans Schott, der anschließend im Namen der Pfarrei zur Verkostung der gesegneten Brote und zu erfrischenden Getränken einlud. Das aufziehende Unwetter und möglicherweise auch die durstigen und durchaus hartnäckigen Mücken sorgten dafür, dass das Helferteam die Abbauarbeiten alsbald nach Einbruch der Dunkelheit und vor Öffnung der Himmelsschleusen in Angriff nahm und die übrigen Gläubigen sich etwas früher als sonst auf den Weg machten, um noch trockenen Fußes nach Hause kommen zu können. Die diesen Abend gesammelten Spenden, für die sich Kirchenpfleger Hans Schott — ebenso wie für den Einsatz der fleißigen Helfer — herzlich bedankte, werden übrigens für den Blumenschmuck in der Wallfahrtsfilialkirche Salvator Mundi verwendet.
Bericht und Fotos: Ulrich Altmann