Am letzten Donnerstag im August wurde in Haid wieder der Wallfahrtsgottesdienst gefeiert, den Pater Joshy zelebrierte. Lydia Schropp übernahm die musikalische Gestaltung der Feier. Viele Gläubige kamen in die Wallfahrtskirche, die herrlich mit Sonnenblumen geschmückt war, um in dieser Stunde Kraft zu tanken für den Alltag.
Das Tagesevangelium nach Matthäus ermahnt uns, wachsam zu sein. Wir sind oft gefangen in unseren Pflichten, denn der Alltag muss organisiert sein. Dabei besteht die Gefahr, dass unser Herz schleichend einschläft und wir taub werden für die eigene Wahrnehmung. In diesen Trott hinein ruft uns Jesus: „Seid wachsam!“. Das bedeutet, aufmerksam zu sein, manch alltägliches Einerlei zu hinterfragen und die Routine des Alltags zu durchbrechen. „Wach zu bleiben bedeutet auch, den Mut aufzubringen und dadurch zu sehen, was man verändern muss, um wieder befreiter leben zu können“, ergänzte Pater Joshy seine Ausführungen. Statt der Fürbitten waren die Gläubigen eingeladen, eine Weile wachsam zu sein und über die Fragen und Anregungen der Ansprache nachzudenken. Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes wurden immer wieder Taizé-Elemente eingesetzt, so wurde z. B. einige Male das Lied „Laudateomnesgentes“ gesungen. Am Ende des Gottesdienstes wurden religiöse Andachtsgegenstände gesegnet – diese Möglichkeit besteht seit einiger Zeit bei den Wallfahrtsgottesdiensten. Während der Aussetzung des Allerheiligsten wurde eine Litanei gebetet und wie immer auch das Wallfahrtsgebet. Nach dem Eucharistischen Segen konnte auch der Einzelsegen empfangen werden, was viele Gläubige in Anspruch nahmen.

