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Erstkommunionkinder feiern Versöhnungsfest

Pfarrverband Eichendorf am 18.03.2026

Am vergangenen Samstag (14.03.2026) feierten die Erstkommunionkinder des Pfarrverbandes - in drei Gruppen aufgeteilt - das diesjährige Versöhnungsfest. 

Dazu waren die jun­gen Chris­tin­nen und Chris­ten ein­ge­la­den, mit ihren Eltern zur Pfarr­kir­che Sankt Mar­ti­nus zu kom­men, um sich bei einer kind­ge­rech­ten Andacht mit Gemein­de­re­fe­ren­tin Ger­traud Dick­gie­ßer sowie Pater Jos­hy, Pater Josef Jacek, dem Pfar­rer des benach­bar­ten Pfarr­ver­ban­des Auf­hau­sen, und Pfarr­vi­kar Pater Jip­son auf die Erst­beich­te ein­zu­stim­men. ​„Uns Men­schen gelingt es ja nicht immer, gut zu sein. Aber Gott ver­gibt jedem, dem es wirk­lich leid­tut, wenn er etwas Fal­sches oder Schlech­tes getan hat!“, ermu­tig­te die Gemein­de­re­fe­ren­tin die anwe­sen­den Eltern und Kin­der. Die Kin­der hat­ten sich bereits die Wochen zuvor mit einem klei­nen Beicht­spie­gel vor­be­rei­tet und sich Gedan­ken zum The­ma ​„Beich­te“ gemacht: Wie gehe ich mit ande­ren Men­schen, mit Got­tes Schöp­fung und mit mir sel­ber um? Jedes der Kin­der durf­te einen Zet­tel mit­brin­gen, auf dem es das, was es beich­ten woll­te, auf­ge­schrie­ben hat­te. Oft waren bei der Vor­be­rei­tung daheim auch die Eltern gefragt. Da zeig­te sich dann oft, dass die Kin­der — trotz allem — vie­le gute Sei­ten, groß­ar­ti­ge Eigen­schaf­ten, Stär­ken und Bega­bun­gen haben, an die sich selbst immer wie­der erin­nern dürfen.

Wer um Vergebung bittet, macht die Welt heller

Nach­dem die Gemein­de­re­fe­ren­tin und die drei Geist­li­chen die Erst­kom­mu­ni­kan­ten und ihre Eltern herz­lich begrüßt hat­ten und ein gemein­sa­mes Lied ange­stimmt wur­de, erzähl­te Ger­traud Dick­gie­ßer eine inter­es­san­te Geschich­te: Eine Reli­gi­ons­leh­re­rin berei­te­te sich mit ihren Schü­lern auf die ers­te Beich­te vor. Jedes der Kin­der hat­te für sich eine Ker­ze an der schon bren­nen­den Oster­ker­ze anzün­den dür­fen. ​„Schließ­lich geben wir den Men­schen rund um uns Licht und Wär­me, wenn wir freund­lich, gut und hilfs­be­reit sind!“, so die Gemein­de­re­fe­ren­tin. Und jedes Mal, wenn ein Kind erzähl­te, dass es etwas Schlech­tes getan hat­te, blies die Reli­gi­ons­leh­re­rin in der Geschich­te die betref­fen­de Ker­ze aus, bis zum Schluss nur noch die Oster­ker­ze brann­te, die Jesus sym­bo­li­siert. Es wur­de dunk­ler und auch käl­ter. Ein Mensch, dem sei­ne Schuld Leid täte, der sie beken­nen und um Ver­zei­hung bit­ten wür­de, kön­ne sei­ne Ker­ze wie­der anzün­den. Die Gemein­de­re­fe­ren­tin berich­te­te wei­ter davon, dass Jesus den Men­schen erzählt hat, dass Gott ein gro­ßes Herz hat und ​„uns Men­schen unse­re Feh­ler ver­zeiht!“ Anschlie­ßend erkun­de­te Pater Jip­son mit den Kin­dern, die woll­ten, den Beicht­stuhl und Pater Josef bot für die, die die­sen Weg für sich bevor­zug­ten, ein Beicht­ge­spräch in der Sakris­tei an und Pater Jos­hy nahm dafür im Licht­er­ort bei der Mut­ter­got­tes Platz. Die drei Geist­li­chen stan­den auch ger­ne zur Ver­fü­gung, etwa­ige Fra­gen zu beantworten.

Erstkommunionkinder durften zum ersten Mal beichten

In der dar­auf­fol­gen­den Ein­zel­beich­te durf­te jedes der Kin­der dem­je­ni­gen der drei Pries­ter, wel­chen es sich aus­such­te, sagen, was ihm leid­tat, und im Sakra­ment der Ver­söh­nung erfah­ren, dass Gott die Sün­den ver­zeiht. Wäh­rend­des­sen durf­ten die Eltern bei medi­ta­ti­ver Musik auf ihre Kin­der war­ten. ​„Bei der Beich­te bekom­men wir von Gott neu­es Licht!“, lud Ger­traud Dick­gie­ßer die Kin­der, die das Sakra­ment emp­fan­gen hat­ten, ein, die Ker­zen, die sie kurz zuvor aus­ge­bla­sen hat­ten, an der Oster­ker­ze wie­der neu ent­fa­chen und zum gro­ßen stof­fe­nen Herz, das vor dem Volks­al­tar aus­ge­brei­tet war, zu brin­gen. Dann durf­ten die Kin­der ihre Beicht­no­tiz­zet­tel zer­rei­ßen und hin­ter dem Got­tes­haus in einer gro­ßen Scha­le dem Feu­er über­ge­ben. Das klei­ne Häuf­chen Asche, das dann noch übrig­blieb, soll­te die Kin­der dar­an erin­nern, dass es abschlie­ßend meist noch etwas zu erle­di­gen gab: Ent­schul­di­gung zu sagen und einen Scha­den, der ange­rich­tet wur­de, wie­der gut zu machen. Pater Jos­hy blick­te zum Abschluss des Ver­söh­nungs­fes­tes in lau­ter freund­li­che Gesich­ter und ent­ließ die Erst­kom­mu­ni­kan­ten und ihre Eltern — nach einem gemein­sa­men Vater­un­ser — mit dem Segen Got­tes in den Sams­tag­mit­tag bzw. ‑nach­mit­tag. Als klei­ne Beloh­nung dafür, dass alle — trotz einer gewis­sen anfäng­li­chen Ner­vo­si­tät — ihre Erst­beich­te gut ​„absol­viert“ hat­ten, durf­te sich jedes der Kin­der — trotz Fas­ten­zeit — noch eine Süßig­keit mit nach Hau­se neh­men. Ein beson­de­res Dan­ke­schön gilt Pater Josef Jacek für sei­ne Bereit­schaft, Pater Jos­hy und Pater Jip­son bei der kind­ge­rech­ten Spen­dung des Sakra­men­tes über die Pfarr­ver­bands­gren­zen hin­weg so flei­ßig zu unterstützen.

Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

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