Jugend

Ministranten als Heilige-Drei-Könige unterwegs

Pfarrverband Eichendorf am 06.01.2026

Bereits um 8.00 Uhr in der Früh war die Eichendorfer Sakristei am vergangenen Samstag (03.01.2026) hell erleuchtet, als die ersten Ministranten anrückten, um sich für ihren Dienst als Sternsinger einzukleiden und auszustatten. 

Ste­pha­nie Alt­mann vom Eichen­dor­fer Mes­ner­team hat­te bereits am Tag zuvor alles Mate­ri­el­le, was dafür erfor­der­lich war, vor­be­rei­tet. Denn ohne Vor­trags­ter­ne, Weih­rauch­fäs­ser, Koh­len, duf­ten­de Har­ze, Weih­was­ser, höl­zer­ne Schatz­tru­hen, Krei­den und Auf­kle­ber, die auf moder­ne­re Haus- und Woh­nungs­tü­ren geklebt wer­den kön­nen, lässt es sich schließ­lich kaum gut ​„Stern­sin­ger-Gehen“. So füll­te sich die obe­re Sakris­tei lang­sam mit 20 Mess­die­ne­rin­nen und Mess­die­nern, die alle­samt — den nied­ri­gen Tem­pe­ra­tu­ren vor der Sakris­tei­tü­re zum Trotz — hoch­mo­ti­viert waren und ihren Segens­spruch gut aus­wen­dig gelernt hat­ten. Heu­er waren es sie­ben Grup­pen, die die vier Ober­mi­nis­tran­tin­nen Mag­da­le­na, Anto­nia und Jana Brun­ner sowie The­re­sa Nach­rei­ner zusam­men­ge­stellt hat­ten, um ganz Eichen­dorf und alle zur Pfar­rei gehö­ren­den Orts­tei­le abzu­de­cken. Gut ein­ge­müm­melt und aus­ge­rüs­tet mach­ten sich die Stern­sin­ger, die Pater Jip­son beim Jah­res­schluss­got­tes­dienst aus­ge­sandt hat­te (wir berich­te­ten), nach einem stan­des­ge­mä­ßen gemein­sa­men Grup­pen­fo­to vor dem Krie­ger­denk­mal auf den Weg, um den Segen des Jesus-Kin­des in die Häu­ser und Woh­nun­gen ihres Pfar­rei­spren­gels zu brin­gen: von Jetz­eneck im Süden bis hin nach Frau­en­holz, Heim­hart und Rohr­bach im Nor­den, von der Indus­trie- und Guten­berg­stra­ße im Wes­ten hin zur Eichen- und Lin­den­stra­ße im Osten Eichendorfs. 

Mittags stärkten sich die Sternsinger im Pfarrzentrum

Damit die eif­ri­gen Minis­tran­ten die wei­te­ren Stre­cken nicht mit Kame­len bewäl­ti­gen muss­ten, stan­den der ehe­ma­li­ge Ober­mi­nis­trant Lukas Salz­ber­ger, Wil­ma Brun­ner und Anton Nach­rei­ner orts­kun­dig mit meh­re­ren Pfer­de­stär­ken parat. Um die Mit­tags­zeit tru­del­ten alle Stern­sin­ger Schritt für Schritt zur Ein­kehr im Eichen­dor­fer Pfarr­zen­trum bei den Ehe­leu­ten Karin und Anton Nach­rei­ner ein, so dass sich zum köst­li­chen Duft frisch­ge­ba­cke­nen Leber­kä­ses und rescher Sem­meln das aus den Weih­rauch­fäs­sern strö­men­de Aro­ma der Drei-Königs-Har­ze misch­te. Da galt es, sich — nach­dem die Umhän­ge und Tala­re abge­legt und nach Grup­pen sor­tiert waren — zum einen leib­lich kräf­tig zu stär­ken und auf­zu­tan­ken und zum ande­ren die ers­ten Pra­xis­be­rich­te unter­ein­an­der aus­zu­tau­schen: von Türen, die nicht oder nur unwil­lig geöff­net wur­den, über kurio­se Über­set­zungs­va­ri­an­ten für das Segens­kür­zel ​„C + M + B“ bis hin zu den über­wie­gend wohl­wol­len­den Ein­la­dun­gen in die Woh­nun­gen und Häu­ser war alles vertreten. 

Minis sammeln über 3.700 Euro

Im Anschluss an den zwei­ten Durch­gang tra­fen die Kin­der, Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen mit ihren Hel­fe­rin­nen und Hel­fern am spä­ten Nach­mit­tag bzw. frü­hen Abend wie­der im Pfarr­zen­trum ein, um sich auf­zu­wär­men und die Gaben, mit den die Leu­te, denen sie ihren Besuch abge­stat­tet hat­ten, sie reich­lich bedacht hat­ten, zusam­men­zu­tra­gen. Nach­dem die süßen Lecke­rei­en gerecht ver­teilt waren, ging es dar­an, die Schei­ne und Mün­zen, die den gan­zen Tag über in den höl­zer­nen Schatz­tru­hen gesam­melt wor­den waren, zu zäh­len. Und das Ergeb­nis, das Ober­mi­nis­tran­tin Mag­da­le­na Brun­ner ver­mel­den konn­te, kann sich mehr als sehen las­sen: gut 3.700 EUR waren es, die durch das vor­bild­li­che Enga­ge­ment zusam­men­ge­kom­men waren und nun an das Stern­sin­ger-Hilfs­werk wei­ter­ge­lei­tet wer­den kön­nen, um armen Kin­dern zu hel­fen. Pater Jos­hy bedank­te sich hoch­er­freut bei den Stern­sin­ge­rin­nen und Stern­sin­gern sowie ihren Hel­fe­rin­nen und Hel­fern, die zum Erfolg der dies­jäh­ri­gen Akti­on bei­getra­gen haben, nicht zuletzt auch bei den hono­ri­gen Spen­de­rin­nen und Spen­dern, die durch ihre Gaben Jesu Auf­trag zur Nächs­ten­lie­be eben­falls kon­kret wer­den ließen.

Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

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