Festgottesdienst

Gottesdienst am Pfingstmontag gefeiert

Pfarrverband Eichendorf am 11.06.2025

Für vergangenen Pfingstmontag (09.06.2025) waren alle Gläubigen des Pfarrverbandes in die Eichendorfer Pfarrkirche Sankt Martinus eingeladen, um das für Katholiken drittwichtigste Hochfest des Kirchenjahres mit einem Gottesdienst zu feiern.

Pfarr­vi­kar Pater Jip­son eröff­ne­te den ers­ten Teil des Hei­li­gen Amtes, den Wort­got­tes­dienst, mit dem Kreuz­zei­chen und einem herz­li­chen ​„Grüß Gott!“ an die Gläu­bi­gen, die — im Ver­gleich zum Vor­tag — zahl­reich erschie­nen sind. Den Kyrie­rufen und dem Tages­ge­bet folg­te die Lesung. Die frisch­ge­ba­cke­ne Lek­to­rin Hil­de­gard Hagen­bur­ger hat dazu bei ihrem ers­ten offi­zi­el­len ​„Ein­satz“ den Schrift­text aus der Apos­tel­ge­schich­te vor­ge­tra­gen, wo erzählt wird, dass Pau­lus in Ephe­sus Män­nern begeg­net, die mit der Tau­fe des Johan­nes getauft wor­den sind. Sie ken­nen aber den Hei­li­gen Geist nicht. Er erläu­tert ihnen die Schrift, und sie las­sen sich auf den Namen Jesu tau­fen und emp­fan­gen den Hei­li­gen Geist. Was an Pfings­ten an den in Jeru­sa­lem Ver­sam­mel­ten geschah, geschieht jetzt an den zwölf Män­nern in Ephe­sus. Im Anschluss an den Hal­le­lu­ja­ruf ver­kün­de­te Pater Jip­son das Evan­ge­li­um nach Johan­nes. In einem nächt­li­chen Dia­log mit dem bedeu­ten­den Pha­ri­sä­er Niko­de­mus spricht Jesus von sei­ner gött­li­chen Sendung.

Das Pfingstfest abgeschlossen

Die Gläu­bi­gen woll­ten es sich schon gemüt­lich auf den Kir­chen­bän­ken ein­rich­ten, um einer Pre­digt von Pater Jip­son zu lau­schen. Der ließ die­ses Mal aller­dings — wie am Pfingst­mon­tag aller­orts üblich — die Pre­digt aus­fal­len und ermun­ter­te sei­ne Mit­chris­ten, wie­der auf­zu­ste­hen und mit ihm zusam­men im Cre­do den gemein­sa­men Glau­ben zu beken­nen. Zum Vor­trag der Für­bit­ten kam wie­der Hil­de­gard Hagen­bur­ger an den Ambo. Mit der Gaben­be­rei­tung, wäh­rend der die Minis­tran­ten emsig ihren Dienst um den Altar bzw. mit den Kol­lek­ten­kör­ben aus­ge­stat­tet zwi­schen den Kir­chen­bän­ken ver­rich­te­ten, begann dann der zwei­te Teil der Mess­fei­er, die Fei­er der Eucha­ris­tie. Karin Nach­rei­ner unter­stütz­te den Zele­bran­ten bei der Kom­mu­ni­ons­pen­dung. Nach dem gemein­sa­men Gebet um gedeih­li­ches Wet­ter, das ein Groß­teil der Mit­fei­ern­den aus­wen­dig kann, spen­de­te Pater Jip­son der Got­tes­dienst­ge­mein­de und allen an der Mit­fei­er Ver­hin­der­ten zum Schluss noch den Segen Got­tes und wünsch­te allen von Her­zen einen schö­nen Fei­er­tag. Kan­to­rin und Orga­nis­tin Lydia Schropp hat­te wie­der die zur Lit­ur­gie pas­sen­den Lie­der aus­ge­sucht und mit einer gelun­ge­nen Mischung aus deut­li­chem Gesang und dem erfor­der­li­chen Geschick an den Tas­ten und Peda­len der neu­en Kir­chen­or­gel rou­ti­niert vor­ge­tra­gen. Nach dem Got­tes­dienst brach­ten die bei­den Ober­mi­nis­tran­tin­nen Anto­nia Brun­ner und Tere­sa Nach­rei­ner noch eini­ge Ker­zen für die am kom­men­den Frei­tag statt­fin­den­de Jubi­lä­ums­wall­fahrt nach Haid unter das Gottesvolk.

Die Sieben Gaben des Heiligen Geistes

Der Hei­li­ge Geist, der den Jün­gern von Jesus ver­spro­chen wur­de, ist im Neu­en Tes­ta­ment mit drei Wort prä­sent: dyna­mis (= All­macht Got­tes), ener­geia (= wirk­sa­me Kraft), pneu­ma (= leben­di­ger Atem). Im Hei­li­gen Geist ist uns die Fül­le der Gna­de geschenkt. Die bibli­sche Rede von den ​„Sie­ben Gaben des Hei­li­gen Geis­tes“ prä­zi­siert das, was durch das Geschenk des Hei­li­gen Geis­tes im ein­zel­nen Gläu­bi­gen an Bega­bun­gen sicht­bar wer­den kann und mög­lich wird. Man spricht von Cha­ris­ma oder Cha­ris­men (alt­griech. = aus Güte geschenk­te Gabe).

Im neu­en Tes­ta­ment gibt es gleich an ver­schie­de­nen Stel­len Lis­ten der ​„Gaben des Hei­li­gen Geis­tes“, die sich zum Teil über­schnei­den – etwa Röm 12,6−8; 1 Kor 12,8−10; 1 Kor 12,28−31; Eph 4,7.11f.; 1 Petr 4,10−11. Tra­di­tio­nell ist in der Kir­che die Rede von ​„sie­ben“ Gaben des Hei­li­gen Geis­tes. YOU­CAT 310: ​„Die sie­ben Gaben des Hei­li­gen Geis­tes sind: Weis­heit, Ein­sicht, Rat, Stär­ke, Erkennt­nis, Fröm­mig­keit und Got­tes­furcht. Damit ​„begabt“ der Hei­li­ge Geist Chris­ten; d.h., er schenkt ihnen, über ihre natür­li­chen Anla­gen hin­aus, bestimm­te Kräf­te und gibt ihnen die Chan­ce, zu spe­zi­el­len Werk­zeu­gen Got­tes in die­ser Welt zu werden.“

Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

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