Im Anschluss an die Feier vom Letzten Abendmahl am vergangenen Gründonnerstag (02.04.2026) waren alle in die Sebastianikapelle eingeladen, um dort - einer alten kirchlichen Tradition gemäß - eine Gebetswache zu halten und an Jesus im Garten Getsemani - wie er im Gebet mit seinem Vater um seinen bevorstehenden Tod ringt - zu denken.
Lukas Salzberger hatte das „kleine Gotteshaus in der großen Pfarrkirche“ dafür vorbereitet. Viele Strahler tauchten die Werktagskapelle, in der sich unter anderem der zweite Tabernakel der Sankt-Martinus-Kirche befindet, in grünes Licht. Pater Joshy stellte die Custodia (deren Name sich vom lateinischen Wort custodire „bewachen, (be)schützen“ herleitet) mit dem Leib Christi — begleitet von Pater Jipson — zu Beginn auf den dortigen Altar. Viele Kerzen und der aufgebaute Altarschmuck taten ihr übriges, um sich der Stimmung nach dem Letzten Abendmahl bis zur Festnahme Jesu noch intensiver bewusst zu werden. Der ehemalige Eichendorfer Oberministrant hatte passende Gebete, biblische Texte und Lieder ausgesucht, die er und weitere Mitglieder des Jugendausschusses vorlasen bzw. anstimmten. Nach bewussten Zeiten der Stille waren die anwesenden Gläubigen eingeladen, gemeinsam mit den jungen Leuten Gebete zu sprechen und sich in die Gründonnerstagsnacht hineinnehmen zu lassen.
Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

