Kirchenmusik

„Musik & Besinnung“ mit sieben Chören des Pfarrverbandes

Pfarrverband Eichendorf am 23.06.2026

Vor etwas mehr als einem Jahr war die Idee geboren worden, dass alle Chöre des Pfarrverbandes zur Ehre Gottes und um die Gemeinschaft im Glauben zu stärken, miteinander ihre Stimmen und Instrumente erklingen lassen. 

„Der Glau­be ist wie ein unsicht­ba­res Band, das uns mit Gott und unter­ein­an­der ver­bin­det!“, eröff­ne­te Pfarr­ad­mi­nis­tra­tor Pater Jos­hy in der annä­hernd voll­be­setz­ten Eichen­dor­fer Pfarr­kir­che Sankt Mar­ti­nus nach dem gemein­sa­men Lied ​„Wer glaubt, ist nicht allein!“ den ver­gan­ge­nen Sonn­tag­abend (21.06.2026) ein neu­es Andachts­for­mat, das mit ​„Musik & Besin­nung“ über­schrie­ben ist. Er lud dazu ein, ​„unse­re Her­zen für die Klän­ge, die Bot­schaf­ten und für die Gemein­schaft mit­ein­an­der und mit Gott zu öff­nen — im Zei­chen des Kreu­zes: Im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes!“ und über­gab das Wort an Gemein­de­re­fe­ren­tin Ger­traud Dick­gie­ßer, die für den Abend besinn­li­che Zwi­schen­tex­te vor­be­rei­tet hat­te. ​„Wer singt, betet dop­pelt!“, zitier­te Ger­traud Dick­gie­ßer den Hei­li­gen Augus­ti­nus. Wer bete, sei in Bezie­hung mit Gott — und wer sin­ge, der bete eben dop­pelt. ​„Für mich ist Musik eine der wun­der­schöns­ten Wei­sen, wie Gott uns Men­schen im tiefs­ten Inne­ren berührt. Und wir Men­schen brin­gen mit der Musik alles zum Aus­druck, was das mensch­li­che Leben aus­macht: Freu­de und Trä­nen, Ver­trau­en und Zwei­fel, Lob und Dank … und unend­lich mehr. Und immer schwingt sie mit: unse­re Sehn­sucht nach Gott! Sei­en wir nun ein­fach da in Got­tes Gegen­wart — so wie es im nächs­ten Lied heißt. Und las­sen wir uns berüh­ren — letzt­lich von ihm.“ So into­nier­te der Hart­kir­che­ner Kir­chen­chor mit Franz Wald­herr an der Gitar­re, Ger­hard Ebner an der Gei­ge und Chor­lei­te­rin Simo­ne Regirt an der Kir­chen­or­gel auf der Empo­re ​„Here I am, Lord!“ und ​„Te Deum lau­da­mus“ (Ste­phan Sahm).

Worte, die von Herzen kommen

Es gebe Wor­te, die direkt aus dem Her­zen kom­men. ​„Hal­le­lu­ja“ sei so ein Wort. ​„Wir rufen Hal­le­lu­ja bei tiefs­ter Freu­de, Erleich­te­rung und Dank­bar­keit. Über­setzt bedeu­te es: ​„Lobt den Herrn! Preist Jah­we“. Ein Gebet des Stau­nens, der Ehr­furcht vor Gott und der Lie­be zu ihm. Der Inders­ba­cher Kir­chen­chor unter der Lei­tung von Eva-Maria Mül­ler am E‑Piano, der sich vor dem Pres­by­te­ri­um auf­ge­stellt hat­te, lud mit ​„Hal­le­lu­jah“ (Melo­die: Leo­nard Cohen, Text: Ste­fan Mosin­ger) und ​„Ehren­wort“ (Fäascht­bänk­ler) dazu ein, inner­lich in die­ses wun­der­ba­re Lob ein­zu­stim­men. ​„Ein Wort kann manch­mal alles ver­än­dern. Wor­te kön­nen ver­let­zen und zer­stö­ren. Aber das rich­ti­ge Wort, ein mensch­li­ches Wort — im Grun­de ein gött­li­ches Wort — besitzt eine ganz ande­re Kraft: es rich­tet auf, schenkt Trost, zeigt neue Wege und bringt Leben zurück! Bit­ten wir Gott, dass er uns immer wie­der so ein mensch­li­ches Wort schen­ken möge: ein Wort, das von Her­zen kommt und zu Her­zen geht, ein Wort, in dem sei­ne Lie­be für uns spür­bar wird!“, dach­te Ger­traud Dick­gie­ßer laut wei­ter. In die­sem Sin­ne bot der Hai­der Kir­chen­chor unter der Lei­tung von Ange­la Kas­ten­ber­ger am E‑Piano und mit Johan­na Bau­mann an der Quer­flö­te ​„A mensch­li­ches Wort“ (Melo­die: Franz Josef Breu­er, Text: Max Huber) und ​„Herr, ich will nach dei­nem Wil­len fra­gen!“ (Kathi Stim­mer-Sal­ze­der) dar.

In allem Wandel: „Jesus bleibet meine Freude“

Was bleibt, wenn nichts bleibt, wie es ist? In unse­rer Welt sei fast alles im Wan­del — Lebens­um­stän­de, Arbeits­be­din­gun­gen, Bezie­hun­gen, gesell­schaft­li­che Wer­te, Gül­tig­kei­ten. ​„Selbst die eige­nen Gefüh­le und Gedan­ken wan­deln sich in rasan­tem Tem­po. Da wächst in uns Men­schen oft die tie­fe Sehn­sucht nach etwas, das bleibt. Nach etwas, das ewig ist!“, reg­te Ger­traud Dick­gie­ßer die Anwe­sen­den zum Nach­den­ken an. ​„Jesus gibt uns ein Ver­spre­chen: ​‚Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt!‘ Wer dies spü­re, kön­ne vol­ler Ver­trau­en spre­chen, was dann der Musi­ka­li­sche Ver­ein Eichen­dorf unter der Lei­tung von Iris Wun­der­lich mit Lydia Schropp an der Kir­chen­or­gel und Anto­nia Schmidt-Ramsin an der Quer­flö­te ein­drucks­voll von der Empo­re aus dar­bot: ​„Jesus blei­bet mei­ne Freu­de“ (Johann Sebas­ti­an Bach) und ​„Ave Ver­um“ (Edward Elgar). ​„E māla­ma“ — die­ser tra­di­tio­nel­le Gesang aus Hawaii bedeu­te: ​„Lasst uns Sor­ge tra­gen, behü­ten und beschüt­zen“, erklär­te Ger­traud Dick­gie­ßer. Ein uralter Ruf, acht­sam mit der Schöp­fung umzu­ge­hen. Mit die­sen Wor­ten lud Ger­traud Dick­gie­ßer dazu ein, die Ver­bun­den­heit mit Gott wie­der zu spü­ren und die gan­ze Schöp­fung Got­tes zu lie­ben. ​„Denn was wir lie­ben, wol­len wir auch schüt­zen!“ Dem getreu brach­te die Chor­ge­mein­schaft Adl­dorf mit Chor­lei­te­rin Michae­la Bla­ha-Hil­ger die Lie­der ​„Heast as ned“ (Hubert von Goi­sern) und ​„E māla­ma“ (aus Hawaii) zu Gehör; die Beglei­tung am E‑Piano über­nahm dabei Lukas Salzberger.

„Rückenwind“ für alles, was kommt

„Jesus, du bist der Weg. Das ist eines von vie­len Bil­dern, die wir Men­schen für Jesus fin­den. Wir erle­ben ihn als Licht, Freund, Weg­ge­fähr­te, Wahr­heit, Leben und letzt­lich als ein unend­li­ches Geheim­nis. Auf unse­rem Lebens­weg machen wir immer wie­der neue Erfah­run­gen — und mit die­sen Erfah­run­gen fin­den wir auch immer wie­der neue Bil­der, neue Wor­te und neue Melo­dien für Ihn. Die Lie­der, die für uns zum Gebet wer­den, enden nie. Sie geben uns den nöti­gen Rücken­wind für alles, was kommt!“, so die Gemein­de­re­fe­ren­tin. So stimm­ten der Kir­chen­chor Dor­nach unter der Lei­tung von Lukas Salz­ber­ger und der Jugend­chor ​„bel­le voci“, des­sen Lei­te­rin Chris­tia­ne Aigner an die­sem Abend von Lukas Salz­ber­ger ver­tre­ten wur­de, mit ​„Jesus, du bist der Weg“ (Klaus Heiz­mann), ​„You are the voice“ (David Haas, Arr: Ste­fan Tren­ner) und ​„Rücken­wind“ (Mar­tin Pep­per) drei Lie­der an, die die Mit­fei­ern­den zum Mit­klat­schen beweg­ten. Als wei­te­re Instru­men­ta­lis­ten brach­ten Mar­kus Haberl (Per­cus­sion) und Hans Salz­ber­ger (Kon­tra­bass) zusätz­lich Schwung in das Gotteshaus. 

Am Ende wurden Spenden gesammelt

„Wir haben jetzt 14 wun­der­schö­ne Lie­der gehört, viel­leicht sogar mit­ge­sun­gen oder zumin­dest mit­ge­summt. Also haben wir heu­te — wenn es stimmt, dass wer singt, dop­pelt betet, gemein­sam min­des­tens 28 Gebe­te zu Gott geschickt!“, rech­ne­te Pater Jos­hy den Anwe­sen­den mit einem Lächeln vor. Pater Jos­hy dank­te allen, die zum Gelin­gen die­ses beson­de­ren Got­tes­diens­tes ihren Bei­trag geleis­tet haben und wies dar­auf hin, dass eini­ge der Chor­lei­ter an den Kir­chen­por­ta­len bereit­ste­hen wer­den, um Spen­den für den Kreis-Cari­tas­ver­band Land­au a.d.Isar e.V. und Kin­der­krebs­hil­fe Din­gol­fing-Land­au-Lands­hut e.V. zu sam­meln. Nach­dem das Vater­un­ser mit­ein­an­der gebe­tet wor­den war, rief Pater Jos­hy den Segen Got­tes auf die Anwe­sen­den und ihre Ange­hö­ri­gen her­ab. Zum gemein­sa­men Schluss­lied (drei Stro­phen des ​„Iri­schen Segen“) waren alle Mit­fei­ern­den ein­ge­la­den, sich den sie­ben Chö­ren, die sich vor dem Altar­raum ver­sam­mel­ten und von den Instru­men­ta­lis­ten dort und auf der Empo­re unter­stützt wur­den, sin­gend anzu­schlie­ßen. Unter den begeis­ter­ten Gäs­ten, die den gelun­ge­nen Abend — an dem neben Pater Jos­hy vie­le ande­re ihre Tele­fo­ne gezückt haben, um sich eine klei­ne digi­ta­le Erin­ne­rung dar­an mit nach Hau­se zu neh­men — mit­ge­fei­ert haben, waren auch Pfarr­vi­kar Pater Jip­son, Dia­kon Bern­hard Hobels­ber­ger mit sei­ner Ehe­frau Uta, der Eichen­dor­fer Ehren­bür­ger und Alt­bür­ger­meis­ter Max Wag­ner, Josef Beham, der 1. Bür­ger­meis­ter der Groß­ge­mein­de, mit sei­ner Ehe­frau Regi­na sowie die Ver­tre­ter des Kreis-Cari­tas­ver­ban­des Land­au a.d.Isar e.V. (mit Vor­stands­mit­glied Mar­tin Hohen­ber­ger) und der Kin­der­krebs­hil­fe Din­gol­fing-Land­au-Lands­hut e.V. (mit der ers­ten Vor­sit­zen­den Ulri­ke Eck­hart sowie ihren Kol­le­gin­nen Sabi­ne Jor­dan und Ute Numberger). 

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Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

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