Am späten Nachmittag des Heiligabends erfüllte fröhliches Kinderlachen die Pfarrkirche Eichendorf. Eine quirlige Gruppe von Kindern versammelte sich dort als Darsteller des Krippenspiels der traditionellen Kleinkindermette – kurz vor ihrem großen Auftritt. Bereits am Montag zuvor hatte Gemeindereferentin Gertraud Dickgießer mit viel Geduld und Engagement die Szenen mit den jungen Akteuren eingeübt.
Dann war es so weit: Gemeinsam zogen die Kinder in die Kirche ein, ein heller Stern ging ihnen voran und machte deutlich, dass an diesem Abend etwas ganz Besonderes geschah. Mit großer Begeisterung stellten die Kinder die Weihnachtsgeschichte nach dem Evangelium des Lukas dar. Maria und Josef machten sich auf den Weg nach Bethlehem, fanden schließlich in einem Stall eine Unterkunft und dort wurde das Jesuskind geboren und in eine Futterkrippe gelegt. Als Erste begrüßten die Hirten das Kind, gefolgt von zahlreichen Mädchen, die als Engelchen verkleidet waren.
Musikalisch wurde die Kindermette von Christiane Aigner und ihrem Kinder- und Jugendchor „Belle Voci“ stimmungsvoll umrahmt. Dank der schauspielerisch begabten und erstaunlich textsicheren Kinder wurde die Weihnachtsgeschichte für alle Anwesenden lebendig und greifbar. Die Pfarrkirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, viele Eltern und Großeltern mussten sogar stehen. Nach der feierlichen Kindermette konnten die Besucher diesen besonderen Heiligabend in ruhiger und besinnlicher Atmosphäre ausklingen lassen. Ein großer Verdienst dafür gebührt auch dem engagierten Familiengottesdienstteam, das die Feier zu einem unvergesslichen Erlebnis machte.
Zum Abschluss richtete Gemeindereferentin Gertraud Dickgießer herzliche Worte an die Gläubigen und lud alle ein, einen der kommenden „normalen“ Familiengottesdienste zu besuchen – bei dem dann sicher für jeden ein Sitzplatz frei sein wird.
Bericht und Foto: Verena Hendlmeier

