Ehe Familie Kinder

„Schritt für Schritt“: Kinderkreuzweg in Eichendorf

Pfarrverband Eichendorf am 04.04.2026

Am Vormittag des Karfreitags versammelten sich zahlreiche Familien mit ihren Kindern im Eichendorfer Pfarrzentrum, um gemeinsam den Leidensweg Jesu nachzuempfinden. Gemeindereferentin Gertraud Dickgießer begrüßte neben den Pfarrangehörigen auch junge Gäste sowie das Personal des teilstationären Kinderhospizes Haus Anna.

Unter dem Leit­wort ​„Mit Jesus wol­len wir gehen den Kreuz­weg Schritt für Schritt“ wur­de die Pas­si­on an ver­schie­de­nen Sta­tio­nen leben­dig. Mit­hil­fe von Bibel­fi­gu­ren, far­bi­gen Tüchern und prä­gnan­ten Sym­bo­len ent­stand ein anschau­li­ches Bild der bibli­schen Ereig­nis­se. Der Weg nahm sei­nen Anfang beim Ein­zug in Jeru­sa­lem und führ­te über das letz­te Abend­mahl, bei dem die Kin­der das Brot mit­ein­an­der teil­ten. Im wei­te­ren Ver­lauf ver­deut­lich­ten ein Strick für die Gefan­gen­nah­me sowie ein roter Man­tel und eine Dor­nen­kro­ne die Grau­sam­kei­ten der Sol­da­ten. Ein beson­ders ein­drucks­vol­les Ele­ment der Fei­er war die akti­ve Betei­li­gung der Buben und Mäd­chen: Mit gro­ßem Eifer und einer bemer­kens­wer­ten Ernst­haf­tig­keit schul­ter­ten die Buben und Mäd­chen nach jeder Sta­ti­on gemein­sam das gro­ße Holz­kreuz und tru­gen es im Kreis zum nächs­ten Haltepunkt.

Dem Weg Jesu nachgespürt

Kur­ze Gebe­te und Impul­se schlu­gen dabei immer wie­der die Brü­cke in die Gegen­wart. The­men wie Leid, Unge­rech­tig­keit und Hilf­lo­sig­keit, aber auch Hilfs­be­reit­schaft und Mut wur­den kind­ge­recht ange­spro­chen. Sym­bo­lisch plat­zier­ten die Kin­der Fuß­spu­ren für das ​„Mit­ge­hen“ des Simon von Cyre­ne, der Jesus beim Tra­gen half. Hand­ab­drü­cke stan­den für das trös­ten­de Han­deln der Vero­ni­ka, die der Legen­de nach Jesus das Schweiß­tuch reich­te. Trä­nen aus Papier erin­ner­ten an die wei­nen­den Frau­en beim Kreuz­weg Jesu und an die Trau­er in der heu­ti­gen Welt. Am Ende des Weges schmück­ten die Kin­der die Kreu­zes­bal­ken mit klei­nen Her­zen als Zei­chen für die Lie­be Jesu. Der berüh­ren­de Got­tes­dienst am ​„Kar-Frei­tag“ – dem Tag der Kla­ge – ende­te jedoch nicht in der Dun­kel­heit. Er bot bereits einen Aus­blick auf das Oster­fest und die Zusa­ge, dass auf das Lei­den die Auf­er­ste­hung folgt. Sym­bo­lisch hier­für wur­de eine Ker­ze auf einer Oster­son­ne ent­zün­det. Nach dem gemein­sa­men Vater­un­ser spen­de­te Pater Jos­hy den Segen.

Bericht: Ger­traud Dick­gie­ßer
Fotos: Ulrich Altmann

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