Am vergangenen Mittwoch (31.12.2025), dem letzten Tag des alten Jahres, Gedenktag des Heiligen Silvesters I. feierte Pfarrvikar Pater Jipson in der Pfarrkirche Sankt Martinus mit den dort versammelten Christen ein Heiliges Amt.
„Ein Jahr geht still zu Ende. Wir halten einen Moment inne und treten mit offenen Herzen vor Gott. Wir bringen ihm alles, was dieses Jahr geprägt hat: unsere Freude und unseren Schmerz, das Gelungene und das Unvollkommene, die erfüllten Hoffnungen und die unerfüllten Wünsche!“, begann der junge indische Geistliche seine Predigt. Nichts davon sei Gott verborgen geblieben. Jeder Schritt, jedes stille Gebet sei in Gottes Nähe gewesen. „Vielleicht verstehen wir nicht alles, was dieses Jahr gebracht hat. Doch eines dürfen wir wissen: Gott war da. Er ist mit uns gegangen, auch dann, wenn wir es nicht gespürt haben!“, so Pater Jipson weiter. „Heute sind wir nicht eingeladen, die Vergangenheit zu erklären oder die Zukunft zu kontrollieren. Wir sind eingeladen, zu vertrauen. Das Gewesene legen wir in Gottes Barmherzigkeit, das Kommende in seine treuen Hände. Wenn wir nun in ein neues Jahr gehen, dann nicht mit Angst, sondern mit Dankbarkeit. Denn ein dankbares Herz weiß, dass es getragen ist. Möge Gott heilen, was hinter uns liegt, segnen, was vor uns liegt, und uns begleiten auf jedem neuen Schritt!“
Die Sternsinger bringen Segen
Auf einem Tischchen zwischen Ambo und Marienaltar hatte Stephanie Altmann vom Mesnerteam Weihrauch, Kohlen und Kreiden aufgebaut. Pater Jipson segnete diese für den Dienst der Sternsinger unentbehrlichen Utensilien mit Gebet und Weihwasser und stattete auch die Sternsinger selbst, die in den kommenden Tagen die Gläubigen der Pfarreien besuchen und den Segen in deren Wohnungen und Häuser bringen werden, mit dem Segen Gottes aus. Stellvertretend für die anderen Sternsinger trugen anschließend Theresa Nachreiner (mit Stern), Luisa Sicheneder und Jana Brunner den Segensspruch vor, der sie bei ihrem Einsatz für bedürftige Kinder und Jugendliche begleitet. Zum Dank für das Vergangene und in der Hoffnung auf das Kommende setzte Pater Jipson das Allerheiligste in der großen Monstranz aus. Die große Ministrantenschar versammelte sich auf den Stufen vor dem Presbyterium und empfing gemeinsam mit der übrigen Gottesdienstgemeinde den von Pater Jipson mit dem großen liturgischen Schaugefäß gespendeten Schlusssegen, ehe die Gläubigen nach dem kräftigen „Großer Gott, wir loben Dich!“ aus dem gut geheizten Gotteshaus auch innerlich gestärkt in die kalte Silvesternacht strömten. Das Langschiff der Pfarrkirche Sankt Martinus war Gott sei Dank aufgrund des enormen Fleißes der Handwerker und aller anderen am ersten Bauabschnitt der Dachsanierungsmaßnahme Beteiligten bereits für die „Angriffe“ durch Raketen und Böller der Silvesternacht gerüstet. Wer selbst nicht daheim anwesend sein kann, wenn die Sternsinger von Haus zu Haus ziehen, ist übrigens herzlich eingeladen, gegen eine Spende in der Eichendorfer Pfarrkirche Sankt Martinus eines der gesegneten „Weihrauch und Kreide“-Kits zu erwerben, um den köstlichen Duft des Harzes in der Wohnung zu verströmen und schon an der Wohnungs- oder Haustür die Verbundenheit mit Christus zu zeigen.
Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

