Glaube und Tradition

Den Leidensweg Jesu gegangen

Pfarrverband Eichendorf am 28.03.2026

Etwas weniger Gläubige als in den beiden vergangenen Jahren sind der Einladung von Pater Joshy gefolgt, mit ihm und dem Gesamtpfarrgemeinderat am vergangenen Freitag (27.03.2026) den Weg des Leidens Jesu tatsächlich und andächtig nachzugehen.

Punkt 18.00 Uhr star­te­te der Pil­ger­zug zwei Tage vor dem Palm­sonn­tag an der Drei­fal­tig­keits­ka­pel­le (am süd­li­chen Ende der Adl­dor­fer Schloß­al­lee). Bei — im Ver­gleich zu den Vor­jah­ren — mil­den Tem­pe­ra­tu­ren pfif­fen die Vögel zum gegan­ge­nen Kreuz­weg ihr Abend­lob. Ent­lang der 1,2 Kilo­me­ter lan­gen und durch­aus anspruchs­vol­len Stre­cke, die über den Kel­ler­turm zur Holz­ka­pel­le in Kel­ler­häu­ser führ­te, wur­den acht der ins­ge­samt 14 Sta­tio­nen des Lei­dens­we­ges Jesu gebe­tet und gesun­gen. Als Vor­be­te­rin­nen und Vor­be­ter hat­ten sich unter ande­rem Mit­glie­der des Gesamt­pfarr­ge­mein­de­ra­tes enga­giert. Alo­is Breit­schopf, der stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des Pil­ger­ver­eins Wal­ler­fing-Eichen­dorf, hat­te dan­kens­wer­ter Wei­se wie­der die mobi­le und wet­ter­fes­te Laut­spre­cher­an­la­ge mit­ge­bracht. Pater Jip­son ging der Pro­zes­si­ons­ge­mein­de mit dem Pfarr­ver­bands­kreuz vor­an, gefolgt von Pater Jos­hy, Gemein­de­re­fe­ren­tin Ger­traud Dick­gie­ßer und Laut­spre­cher­trä­ger Klaus Ott. Die Teil­neh­mer waren mit war­mer und wind­dich­ter Klei­dung sowie fes­tem Schuh­werk gut aus­ge­rüs­tet. Die von Ger­traud Dick­gie­ßer aus­ge­wähl­ten Tex­te und die pas­sen­den Pas­si­ons­lie­der, die die Gemein­de­re­fe­ren­tin aus­ge­sucht und ange­stimmt hat­te, reg­ten dazu an, dem Leben Jesu und sei­ner Bot­schaft nachzuspüren.

Kreuzweg endete an der Holzkapelle

An der End­sta­ti­on ​„Holz­ka­pel­le“ hat­te Mes­ne­rin Rose­ma­rie Fle­xe­der, die den Kreuz­weg auch selbst mit­ge­gan­gen war, das klei­ne Got­tes­haus in Kel­ler­häu­ser bereits auf­ge­sperrt und mit Ker­zen beleuch­tet. Pater Jos­hy spen­de­te dort den Teil­neh­mern den Schluss­se­gen, bedank­te sich bei den Mit­wir­ken­den und lud alle Betei­lig­ten zur wei­te­ren Fei­er der Hei­li­gen Woche ein, die mit der Fei­er der ​„längs­ten Mes­se der Welt“ (die in drei Tei­len am Grün­don­ners­tag, Kar­frei­tag und der Osternacht/​Auferstehung began­gen wird) ihren Höhe­punkt fin­det. Mit einem dank­ba­ren Schmun­zeln und einem spitz­bü­bi­schen Augen­zwin­kern in Rich­tung sei­nes treu­en Pfarr­vi­kars stell­te der Pfarr­ad­mi­nis­tra­tor, der das Pfarr­ver­bands­kreuz noch in sei­nen Hän­den hielt, abschlie­ßend noch aner­ken­nend fest, dass es immer gut sei, wenn einer das Kreuz für alle auf sich neh­me. Auf dem Heim­weg genos­sen dann vie­le der Pil­ger die stim­mungs­vol­len Bil­der am tief­ro­ten Him­mel über Kel­ler­häu­ser und Adl­dorf, die die ver­ein­zelt auf­ge­zo­ge­nen Wol­ken — wohl abge­stimmt mit den letz­ten Strah­len der bereits unter­ge­gan­ge­nen Abend­son­ne — gezeich­net hatten.

Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

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