Festgottesdienst

„Tragen wir Jesu Liebe hinaus in die Welt!“

Pfarrverband Eichendorf am 08.06.2026

Am vergangenen Donnerstag (04.06.2026) feierten die Eichendorfer Katholiken das „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“, wie das Fronleichnamsfest eigentlich heißt. 

So eröff­ne­te Pater Jip­son Punkt 9.00 Uhr früh in der Pfarr­kir­che Sankt Mar­ti­nus den fei­er­li­chen Got­tes­dienst, den der Musi­ka­li­sche Ver­ein Eichen­dorf unter der Lei­tung von Iris Wun­der­lich — mit Lydia Schropp an der Kir­chen­or­gel — kraft­voll musi­ka­lisch gestal­te­te. Beson­ders freu­te sich der Eichen­dor­fer Pfarr­vi­kar, dass auch Kin­der und Jugend­li­che den Got­tes­dienst mit­fei­er­ten. Nach den Kyrie-Rufen, dem Glo­ria, der Lesung und dem Evan­ge­li­um brach­te Pater Jip­son die Got­tes­dienst­be­su­cher — wie gewohnt kurz und prä­gnant — zum Nach­den­ken. ​„Lie­be Schwes­tern und Brü­der im Herrn, am heu­ti­gen Hoch­fest des Lei­bes und Blu­tes Chris­ti hören wir die Wor­te Jesu aus dem Johan­nes­evan­ge­li­um. Jesus sagt: Ich bin das leben­di­ge Brot, das vom Him­mel her­ab­ge­kom­men ist. Wer von die­sem Brot isst, wird in Ewig­keit leben! Das sind kei­ne blo­ßen Bil­der, son­dern eine Ein­la­dung zu ech­ter Gemein­schaft mit ihm!“, begann der Pfarr­vi­kar. In der Eucha­ris­tie schenkt Chris­tus uns nicht etwas, son­dern sich selbst. Sein Fleisch ist wahr­haft eine Spei­se, sein Blut wahr­haft ein Trank. Das for­dert uns her­aus, so wie es schon die Men­schen damals her­aus­ge­for­dert hat. Kön­nen wir glau­ben, dass Gott uns so nahe kommt?“, wand­te sich Pater Jip­son fra­gend an sei­ne Zuhö­rer. Fron­leich­nam erin­ne­re jeden dar­an, dass Gott nicht fern sei. ​„Er geht mit uns, durch unse­re Stra­ßen, hin­ein in unse­ren All­tag und unse­re Her­zen. Wenn wir die Eucha­ris­tie emp­fan­gen, wer­den wir mit Chris­tus und unter­ein­an­der ver­eint. Wir wer­den, was wir emp­fan­gen — der Leib Chris­ti. Doch die­ses Geschenk ver­langt eine Ant­wort. Leben wir aus die­ser Gemein­schaft? Tra­gen wir Chris­tus in unser täg­li­ches Leben?“, so der Pre­di­ger wei­ter. Abschlie­ßend for­der­te Pater Jip­son sei­ne Gemein­de auf: ​„Gehen wir zum Altar mit Glau­ben, emp­fan­gen wir mit Ehr­furcht und tra­gen wir sei­ne Lie­be hin­aus in die Welt!“

Feierliche Prozession durch den Marktplatz

Im Anschluss an das gemein­sa­me Glau­bens­be­kennt­nis folg­ten die Für­bit­ten, die — wie die Lesung — KLJB-Vor­stands­mit­glied Maria Schr­auf­nagl vor­ge­tra­gen hat­te, ehe gemein­sam Eucha­ris­tie, die Quel­le und der Höhe­punkt allen christ­li­chen Lebens, gefei­ert wur­de. Anschlie­ßend über­trug Pater Jip­son die gewan­del­te Hos­tie in die Mons­tranz. Vier kräf­ti­ge Bur­schen der KLJB Eichen­dorf-Pitz­ling — ein­heit­lich in fest­li­cher Tracht geklei­det — über­nah­men nach der Anbe­tung des Aller­hei­ligs­ten die ehren­vol­le Auf­ga­be, den ​„Him­mel“ zu tra­gen, einen kunst­voll gewo­be­nen bzw. bestick­ten Bal­da­chin, der in Eichen­dorf den Hei­li­gen Geist in Gestalt einer Tau­be und an den Sei­ten­be­hän­gen die vier Evan­ge­lis­ten in Medail­lons mit rei­chem Rank­werk zeigt. Die Got­tes­diens­teil­neh­me­rin­nen und ‑teil­neh­mer for­mier­ten sich am Kir­chen­vor­platz ent­lang des Markt­plat­zes zum Kir­chen­zug. Vie­le flei­ßi­ge Hel­fe­rin­nen und Hel­fer hat­ten schon früh am Mor­gen die vier Altä­re auf­ge­baut und geschmückt bzw. die Tage zuvor die Plät­ze und Stra­ßen dafür auf Vor­der­mann gebracht und die Häu­ser beflaggt. Wäh­rend Ste­pha­nie Alt­mann vom Mes­ner­team die Kir­chen­glo­cken läu­te­te, setz­te sich der Zug zum ers­ten Altar, der am Markt­platz vor dem Anwe­sen der Fami­lie Sträußl auf­ge­baut wor­den war, in Bewe­gung. Der zwei­te Altar befand sich beim Senio­ren­heim St. Mar­tin in der Land­au­er Stra­ße, der drit­te vor dem Park­platz der VR-Bank am Ober­an­ger und der vier­te an der Mari­en­säu­le. Die Spit­ze des Zuges bil­de­te Minis­trant Andre­as Fleisch­mann mit dem bron­ze­nen Vor­trag­kreuz. Ihm schlos­sen sich die Thu­rif­er­a­re, die Leucht­erträ­ger, die Kin­der, die für den ​„Pran­ger­tag“ Blü­ten gesam­melt hat­ten, um sie zur Ehre Jesu an den Altä­ren zu streu­en, die Abord­nung der KLJB Eichen­dorf-Pitz­ling und die Abord­nung des Musi­ka­li­schen Ver­eins an. Dann folg­te — von Pater Jip­son in der Mons­tranz getra­gen — der Leib Chris­ti unter dem prunk­vol­len Pro­zes­si­ons­bal­da­chin, dem sich die drei teil­neh­men­den Erst­kom­mu­ni­on­kin­dern anschlos­sen. Als Vor­be­ter wäh­rend der Pro­zes­si­on fun­gier­te Franz Rat­zis­ber­ger. Flo­ri­an Brandl sorg­te als Laut­spre­cher­trä­ger für eine her­vor­ra­gen­de Beschal­lung. Den übri­gen anwe­sen­den Pfarr­ge­mein­de­rats- und Kir­chen­ver­wal­tungs­mit­glie­dern schloss sich das wei­te­re Volk Got­tes an.

Pater Jipson spendete Segen

Phil­lipp Enzens­ber­ger und Hans Bai­erl beglei­te­ten die Pro­zes­si­on mit der Fah­ne der KLJB Eichen­dorf-Pitz­ling bzw. des Musi­ka­li­schen Ver­eins; wäh­rend des Got­tes­diens­tes hat­ten sich neben der Land­ju­gend auch die Fah­nen­ab­ord­nun­gen der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr (mit Fah­nen­trä­ger) und des KDFB Eichen­dorf im Pres­by­te­ri­um auf­ge­stellt. An jedem der vier fest­lich geschmück­ten Altä­re wur­de die Fro­he Bot­schaft ver­kün­det, gemein­sam Für­bit­te gehal­ten, vom Musi­ka­li­schen Ver­ein — von des­sen Vor­sit­zen­der Hil­de­gard Hagen­bur­ger an der Gitar­re beglei­tet — gesun­gen und abschlie­ßend mit dem Aller­hei­ligs­ten — beglei­tet vom Klang der Altar­schel­len — der Segen gespen­det. Wie­der in der Pfarr­kir­che ange­kom­men, spen­de­te Pater Jip­son noch den fei­er­li­chen Schluss­se­gen. Gesamt­pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­der Franz Rat­zis­ber­ger bedank­te sich bei allen, die zum Gelin­gen des Hoch­fes­tes bei­getra­gen hat­ten, so dank­te er beson­ders auch den Kame­ra­din­nen und Kame­ra­den der Eichen­dor­fer Feu­er­wehr, die für die Stra­ßen­sper­rung und die Umlei­tung des Stra­ßen­ver­kehrs Sor­ge tru­gen, und dem Gräf­li­chen Haus Arco, das auch heu­er wie­der die Bir­ken für das Got­tes­haus und die Pro­zes­si­ons­al­tä­re gespen­det hat­te. Ein beson­de­rer Dank galt neben den Fah­nen­ab­ord­nun­gen und Minis­tran­ten, der Lek­to­rin, der Mes­ne­rin und Git­te Engel­mann, die die Wege um das Got­tes­haus fein­säu­ber­lich vom Unkraut befrei­te, nament­lich auch den Betreue­rin­nen und Betreu­ern der vier Altä­re: Bri­git­te und Rudi Sträußl sowie Franz Rat­zis­ber­ger (Altar am Sträußl-Anwe­sen), der Pater Jip­son schon wäh­rend des Got­tes­diens­tes als Kom­mu­ni­on­hel­fer unter­stütz­te, dem Per­so­nal des AWO Senio­ren­hei­mes St. Mar­tin (dor­ti­ger Altar) unter der Feder­füh­rung von Ani­ta Loibl, den Mit­glie­dern der KLJB Eichen­dorf-Pitz­ling und der Eichen­dor­fer Minis­tran­ten, die zusam­men mit Hil­de­gard Hartl den sei­ner­zeit von Micha­el Hartl kon­stru­ier­ten und ange­fer­tig­ten Altar vor dem VR-Bank-Park­platz am Ober­an­ger auf­ge­baut hat­ten, sowie Caro­lin Alt­mann und Karin Zosch­ke (Finzel’scher Altar bei der Mari­en­säu­le). Zum Schluss des Got­tes­diens­tes wur­de gemein­sam das ​„Gro­ßer Gott, wir loben Dich!“ angestimmt.

Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

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