Glaube und Tradition

Das Friedenslicht von Betlehem im Pfarrverband

Pfarrverband Eichendorf am 24.12.2024

Im Jahr 1986 entstand im oberösterreichischen Landesstudio des Österreichischen Rundfunks (ORF) eine Idee, die mittlerweile eine Lichtspur durch ganz Europa gezogen hat: Ein Licht aus Betlehem soll als Botschafter des Friedens durch die Länder reisen und die Geburt Jesu verkünden.

Die Akti­on Frie­dens­licht in Deutsch­land geht auf die Initia­ti­ve​„Licht ins Dun­kel“ des Öster­rei­chi­schen Rund­funks ORF zurück. Jedes Jahr ent­zün­det ein Kind aus Öster­reich in der Geburts­grot­te Jesu in Bet­le­hem das Frie­dens­licht. Am Sams­tag vor dem 3. Advent wird die klei­ne Flam­me der Hoff­nung in einer öku­me­ni­schen Aus­sen­dungs­fei­er in Öster­reich an die inter­na­tio­na­len Pfad­fin­der-Dele­ga­tio­nen wei­ter­ge­ge­ben. Sie tra­gen das Licht von dort aus wei­ter — in vie­le ande­re Län­der der Welt. So gelangt das Frie­dens­licht aus Bet­le­hem — unter Mit­hil­fe vie­ler Feu­er­weh­ren — auch in unse­ren Pfarr­ver­band. So konn­ten die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger an Hei­lig­abend (24.12.2024) an den Gerä­te­häu­sern der Feu­er­weh­ren Adl­dorf, Per­bing, Eichen­dorf und Hart­kir­chen (Wochen­weis), in Inders­bach beim Ein­gang zur Fili­al­kir­che St. Jako­bus (Mari­en­grot­te) nach der Über­ga­be durch die Feu­er­wehr Inders­bach und in der Wall­fahrts­kir­che Sal­va­tor Mun­di in Haid nach der Über­ga­be durch die Feu­er­wehr Wis­sels­dorf das Frie­dens­licht abho­len und mit nach Hau­se nehmen.

Die Feuerwehren als „Lichtbringer“

In Hart­kir­chen bzw. Wochen­weis wer­de die­se Tra­di­ti­on bereits seit 2009 — also seit nun­mehr 15 Jah­ren — gepflegt, berich­tet Mar­kus Maidl, der Vor­sit­zen­de der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Hart­kir­chen. ​„In Eichen­dorf wird das Frie­dens­licht durch Franz Busch orga­ni­siert, der sich immer schon Wochen vor­her infor­miert, wo das Licht Sta­ti­on macht!“, berich­tet Tho­mas Bau­er, der stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der Eichen­dor­fer Feu­er­wehr. ​„Das Licht aus Bet­le­hem wird in Öster­reich durch den Öster­rei­chi­schen Feu­er­wehr­ver­band orga­ni­siert und erreicht dann von Feu­er­wehr zu Feu­er­wehr über Sim­bach am Inn und Pas­sau auch unse­re Feu­er­weh­ren. Bei uns ver­tei­len es dann wie­der­um ver­schie­de­ne Feu­er­wehr­stand­or­te, hier in der Regi­on zum Bei­spiel Bam­ling, Oster­ho­fen, Pfarr­kir­chen usw. Je nach Uhr­zeit und Stre­cke wird das Licht so beschafft, dass es pünkt­lich bei uns ein­trifft!“, erzählt der akti­ve Feu­er­wehr­mann wei­ter. Als Beweis, dass das auch heu­er wie­der funk­tio­niert hat, dient unser Foto, das Franz Schr­auf­nagl, den ers­ten Vor­sit­zen­den der Eichen­dor­fer Feu­er­wehr mit einem Teil sei­ner Mann­schaft am Gerä­te­haus zusam­men mit Ste­pha­nie Alt­mann vom Eichen­dor­fer Mes­ner­team zeigt, die das Licht dort für die Pfarr­kir­che St. Mar­ti­nus abge­holt hat, wo es — solan­ge es nicht aus­geht — in einer klei­nen Later­ne in der Nähe des Mari­en­al­ta­res brennt. Auf die­sem Weg sei allen Feu­er­wehr­ka­me­ra­din­nen und ‑kame­ra­den für die­sen Dienst und für ihren uner­müd­li­chen Ein­satz​“Gott zur Ehr, dem nächs­ten zur Wehr!” das gan­ze Jahr über ein herz­li­ches​“Vergelt’s Gott!” ausgesprochen!

Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

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