Unter dem Thema des Sonntagsevangeliums „Kommt alle her zu mir! Nehmt mein Joch auf euch“ fand am Samstagabend in der Pfarrkirche Adldorf ein Familiengottesdienst statt. Bereits am Kircheneingang verteilten die Kinder Steine an jeden Gottesdienstbesucher.
Zu Beginn veranschaulichten Claudia Maidl und Mia Gerl mit schweren Taschen und Rucksäcken das Tragen von schweren Lasten. Neugierig schauten die Kinder nach dieser schweren Last und fanden beschriftete Steine mit den verschiedensten Sorgen von Familien und Kindern, die von Schulstress bis zu Zukunftsängsten reichten. In den Predigtgedanken wurde aufgezeigt, dass auch heute viele Menschen „schwer zu tragen haben“ und unter Sorgen, Ängsten und dem sogenannten „Mental Overload“, der Überlastung, leiden. Jesus fordere in dieser Situation nicht zu besserer Organisation oder reinem Zweckoptimismus auf, sondern lade dazu ein, mit allen Belastungen zu ihm zu kommen, um Ruhe und neue Kraft zu finden. Das biblische „Joch“ wurde dabei mithilfe einer hölzernen Wassertrage praktisch erklärt: Es stehe für die Zusage Jesu, Lasten nicht allein tragen zu müssen. Wie beim gemeinsamen Heben der Trage wurde deutlich, dass sich eine Last zu zweit – im Vertrauen auf den Beistand Jesu – spürbar leichter tragen lässt.
Anschließend Agape am Kirchplatz
Alle Gläubigen brachten ihre Last, für die symbolisch der Stein stand, zum Altar. Pater Jipson dankte am Ende des berührenden Gottesdienstes Lukas Salzberger für die wunderschöne musikalische Gestaltung mit Orgel und Gesang sowie Gemeindereferentin Gertraud Dickgießer, Dr. Claudia Maidl und Eva-Maria Heißenhuber für die Vorbereitung und kindgerechte Gestaltung der Liturgie. Im Anschluss an den Gottesdienst luden die Pfarrgemeinderatsmitglieder Ludwig Stangl und Max-Georg Graf Arco auf Valley zu einer Agape auf dem Kirchplatz ein. Gerlinde Blaha ermöglichte zudem den Kauf von Eine-Welt-Waren. Beides wurde sehr gut angenommen, und so klang der schöne Abend mit Wein, Brot, Kuchen und frischen Erdbeeren bei angenehmem sommerlichem Wetter in geselliger Runde aus.
Bericht und Fotos: Gertraud Dickgießer

