Ewige Anbetung in Hartkirchen

Pfarrverband Eichendorf am 22.08.2026

Für vergangenen Freitag, 14.08.2026, waren alle Gläubigen in die angenehm kühle Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt eingeladen, um dort Gebetswache zu halten und Jesus Christus während seiner Anwesenheit in der Welt anzubeten.

Im Bis­tum Pas­sau sind die Ange­hö­ri­gen der Pfar­rei Hart­kir­chen jedes Jah­res am 14. August reprä­sen­ta­tiv für das gan­ze Bis­tum dafür aus­ge­wählt, unun­ter­bro­chen, min­des­tens stun­den­wei­se, vor dem in der Mons­tranz aus­ge­setz­ten Altar­sa­kra­ment zu beten. Zur Todes­stun­de des Erlö­sers setz­te Pfarr­vi­kar Pater Jip­son Per­um­puzhaka­da­vil HGN am dies­jäh­ri­gen Anbe­tungs­tag den Leib Chris­ti in der Gestalt der Hos­tie zur Anbe­tung am Zele­bra­ti­ons­al­tar aus. Die treu­en Gebets­wäch­te­rin­nen und ‑wäch­ter hat­ten sich unter­ein­an­der abge­stimmt, um — der Anwei­sung der Kon­gre­ga­ti­on für den Got­tes­dienst und die Sakra­men­ten­ord­nung gemäß — zu gewähr­leis­ten, dass die Aus­set­zung des Aller­hei­ligs­ten nie­mals ohne hin­rei­chen­de Gebets­wa­che statt­fin­det. Wäh­rend der Zeit der stil­len Anbe­tung gesell­ten sich immer wie­der Gläu­bi­ge hin­zu, beson­ders als dann von Maria Höt­zin­ger und Josef Knöckl seni­or der glor­rei­che Rosen­kranz vor­ge­be­tet wurde. 

Im Anschluss an das Rosen­kranz­ge­bet, spen­de­te Pater Jip­son — wäh­rend die Minis­tran­ten (Mat­thi­as und Mag­da­le­na Alt­sch­äffl, Eli­as Beham und Franz Knöckl) die Altar­schel­len kräf­tig erklin­gen lie­ßen und das Weih­rauch­faß schwan­gen — den anwe­sen­den Gläu­bi­gen den Eucha­ris­ti­schen Segen. Nach­dem der Pfarr­vi­kar das Aller­hei­ligs­te — das in einem halb­mond­för­mi­gen Gefäß (der Lunu­la) gehal­ten wird — aus der Mons­tranz ent­nahm, in die Kus­to­dia — ein geson­der­tes lit­ur­gi­sches Gefäß und ein Zei­chen dafür, dass Gott über die Men­schen wacht — ein­ge­setzt und in den Taber­na­kel über­führ­te, ertön­te die Sakristeiglo­cke und es wur­de gemein­sam der Patro­zi­ni­ums­got­tes­dienst gefei­ert, wor­über wir geson­dert berichten.

Die eucharistische Anbetung...

…ist eine alte Tra­di­ti­on der römisch-katho­li­schen Kir­che. Katho­li­ken glau­ben an die wahr­haf­te Gegen­wart Jesu Chris­ti in den Gestal­ten der Eucha­ris­tie, also in der wäh­rend einer Hei­li­gen Mes­se zum Leib Chris­ti gewan­del­ten Hos­tie bzw. zum Blut Chris­ti gewan­del­ten (wäh­rend der Lit­ur­gie mit Was­ser ver­dünn­tem) Wein. Wie bei Wiki­pe­dia zu lesen ist, soll die­se Tra­di­ti­on im 10. Jahr­hun­dert in Klös­tern ent­stan­den sein. Das Lexi­kon für Theo­lo­gie und Kir­che sieht den geschicht­li­chen Ursprung (im zwei­ten Jahr­hun­dert) im 40-tägi­gen Gebets­fas­ten zur Erin­ne­rung an die Gra­bes­ru­he Chris­ti und im Pas­si­ons­brauch der Grab­le­gung, bei dem außer Kreuz oder Skulp­tur Chris­ti teil­wei­se auch die Eucha­ris­tie im Sepul­crum (lat. Ruhe­stät­te — klei­ne Reli­qui­en­gruft im Altar­tisch) depo­niert wur­de (so die Vita des Hei­li­gen Ulrichs von Augs­burg, 937). Aus die­ser Gebets­form ent­wi­ckel­te sich dann das ewi­ge (immer­wäh­ren­de) Gebet vor dem in der Mons­tranz aus­ge­setz­ten Altar­sa­kra­ment. Um die Prä­senz Chris­ti in der Welt stän­dig gegen­wär­tig zu hal­ten und sich immer dar­an zu erin­nern, wur­de die stil­le oder lit­ur­gi­sche gestal­te­te Anbe­tung zu jeder Tages- und Nacht­stun­de ein­ge­führt, also 24 Stun­den am Tag, sie­ben Tage die Woche.

Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

Weitere Nachrichten

23.10.2026

Tolle Stimmung beim boarischen Seniorennachmittag

Zum boarischen Seniorennachmittag hatte der Frauen- und Mütterverein Dornach am Samstag, 17. Oktober, alle…

23.10.2026

Reihe zu Ehren der Gottesmutter fortgesetzt

An jedem Sonntag im Oktober wird in Eichendorf gemeinsam Rosenkranz gebetet. Am vergangenen Kirchweihsonntag…

23.10.2026

Pfarrbrief für November und Dezember 2026

Der neue Pfarrbrief ist da. Hier können Sie die passwortgeschützte Gesamtausgabe des Pfarrbriefs sowie die…