Bei herrlichem Wetter machte sich ein großer Teil der Erstkommunionkinder des Pfarrverbandes am vergangenen Samstag (02.05.2026) gemeinsam mit einigen Eltern und Großeltern, Pfarradministrator Pater Joshy, Pfarrvikar Pater Jipson und Gemeindereferentin Gertraud Dickgießer über die Anna-Tattenberger-Siedlung auf den Weg zur Holzkapelle in Kellerhäuser.
Nach einer kleinen Verschnaufpause, die die Buben und Mädchen nutzten, das Kapellenumfeld zu erkunden und miteinander zu spielen, lauschten die Kinder aufmerksam den Worten von Rosemarie Flexeder, die zusammen mit ihrer Familie seit Jahrzehnten für die Kapelle und den Umgriff Sorge trägt. Sie wusste viel Interessantes über die Entstehung, Geschichte und Nutzung des kleinen Gotteshauses zu berichten und erklärte, warum zwischen der Holzkapelle und der Wallfahrtskirche auf dem Bogenberg eine ganz besonders enge Verbindung besteht. Nach einem gemeinsamen Vaterunser durfte natürlich, getreu der Inschrift, die über dem Eisengitter in der Holzkapelle angebracht ist, ein „Gegrüßet seist Du, Maria!“ nicht fehlen, ehe die Erstkommunionkinder mit großer Begeisterung und viel Geschick die Glocke des Kleinods, deren Klang die Pilger bereits zu Beginn empfangen hatte, zum Klingen bringen durften. Interessiert betrachteten die Buben und Mädchen die Heiligenfiguren und ‑bilder, Kerzen und Rosenkränze sowie die verbliebenen, der ursprünglich über 50 Votivtafeln, die Zeugnis davon geben, wie Maria das Gebet vieler Hilfesuchender erhört hat. Anschließend machte sich die Gruppe auf dem Joseph-von-Eichendorff-Panoramaweg am Naturkindergarten, den drei Pappeln, dem von Vandalen arg zugerichteten Panoramabild, dem AWO-Heim, dem Friedhof, der Feuerwehr und der Schule vorbei auf den Rückweg zum Pfarrzentrum. Neben dem herrlichen Blick über Eichendorf hin zum Bayerischen Wald hat es den Kindern besonders eine kleine, im Sonnenlicht prächtig schimmernde Raupe angetan, die beim Wegkreuz am Naturkindergarten mit ihnen den Weg kreuzte.
Abschließende Dankandacht im Pfarrzentrum
Im Eichendorfer Pfarrzentrum hatte Gemeindereferentin Gertraud Dickgießer bereits mit Tüchern eine große Landschaft für die gemeinsame Dankandacht aufgebaut. Hier hörten die jungen, jugendlichen und erwachsenen Christen die Bibelstelle, die davon erzählt, wie Jesus seine ersten Jünger beruft. In der Mitte kam mit verschiedenen Legematerialien und Bibelfiguren Leben in das Bild vom See Genezareth, wo Jesus die Fischer am Seeufer bzw. im Boot als seine Freunde und Mitarbeiter gewinnen und damit zu Menschenfischern machen wollte. Eifrig schlüpften die Kinder in die verschiedenen Rollen der biblischen Erzählung und ließen diese lebendig werden. Da der Ruf Jesus„Komm her, folge mir nach! Sei mein Freund!“ auch heute jedem Einzelnen gilt, stellten Kinder jeweils eine kleine Holzfigur symbolisch für sich in das entstandene Bodenbild. Nach der Andacht, in der auch die Andachtsgegenstände der Erstkommunionkinder gesegnet wurden, stellte Oberministrantin Antonia Brunner die Gruppe der Messdienerinnen und Messdiener sowie die zahlreichen Aktivitäten, die neben dem Altardienst stattfinden, vor und lud alle Erstkommunikanten zur Schnupper-Mini-Stunde ein, die am Freitag, 08.05.2026, von 15:30 Uhr bis 16:30 Uhr im Eichendorfer Pfarrzentrum angeboten wird. Schließlich hatten Ludwig Able und Roswitha Stübinger von der Vorstandschaft der Eigenheimer und Gartenfreunde noch eine weitere Überraschung für die Erstkommunionkinder mitgebracht: Jedes der Kinder durfte sich eine Erdbeerpflanze mit nach Hause nehmen und eine Schriftrolle, in der geschrieben stand, was die Erdbeeren und das Christentum besonders miteinander verbindet. Anschließend klang der Nachmittag gemütlich bei einem gemeinsamen Essen, das die Familien mitgebracht hatten, und dem gegenseitigen Dank für die gute und harmonische Zusammenarbeit bei der Erstkommunionvorbereitung aus.
Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

