Pater Jipson zog mit den Ministranten in die Kirche ein, in der sich sehr viele Gläubige versammelt hatten. Mitglieder des Pfarrgemeinderates und freiwillige Helferinnen hatten einen prächtigen Erntealtar mit Früchten der Felder und der heimischen Gärten und mit vielen Blumen angerichtet. Gemeindereferentin Gertraud Dickgießer hatte die Texte für diese Feier vorbereitet. Zu Beginn des Gottesdienstes zeigte Sandra Einhellig vom Familiengottesdienst-Team zusammen mit einigen Kindern deutlich auf, wie wichtig Wasser für unser Leben ist. In einem Jahr wie heuer, in dem große Hitze und Trockenheit vorherrschten, wird uns bewusst, dass Wasser ein sehr kostbares Gut ist, das wir nicht selber machen können. Ohne Regen kann auf unseren Feldern und in den Gärten kaum etwas wachsen. „Die Ernte ist also ein Geschenk an uns, wofür wir heute ganz besonders danken wollen“, betonte die Sprecherin, Daniela Schrettenbrunner. So segnete Pater Jipson den Erntedankaltar. Er bat auch darum, dass wir dankbar sind für das, was wir empfangen und achtsam im Umgang mit dem, was uns anvertraut ist.
Nach der Lesung, vorgetragen von Petra Schröck, las Pater Jipson aus dem Johannesevangelium die Stelle vor, wo Jesus der Frau am Jakobsbrunnen begegnet. Im Anschluss daran brachten Kinder zu jeder Fürbitte ein entsprechendes Symbol zum Altar, so zum Beispiel einen Regenmesser als Dank für den Regen, eine Flasche mit Wasser für sauberes Trinkwasser. Ebenso fand ein Schwimmring Platz für Freude und Abkühlung. Aber auch leere Becher wurden abgestellt als Symbol dafür, dass nicht allen Menschen genügend sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht. Als Aufforderung für einen achtsamen Umgang mit Wasser wurde eine Tüte Müll dazugelegt und im Gedenken an Opfer von Flutkatastrophen wurden kleine Kerzen angezündet.
Auch nach einem extrem heißen, trockenen Jahr sagen wir Gott „Danke“, weil trotz der Dürre durch die Arbeiten und die Pflege der Landwirte vieles auf den Feldern gewachsen ist. Abschließend bat Pater Jipson um Gottes Hilfe, dass wir dankbar leben, die Schöpfung bewahren und das teilen, was wir haben. Am Ende der Feier wurden Brot und Äpfel an die Gottesdienstbesucher verteilt. Im Anschluss waren alle herzlich zum gemeinsamen Frühschoppen ins Kapellenstüberl eingeladen.
Bericht und Foto: Franz Zehrer

