Der vergangene Samstagabend, 26.09.2026, war für die Pfarrei Hartkirchen durchaus etwas ganz Besonderes. Zu Beginn des Erntedankfestes hatten Pater Joshy und das Familiengottesdienstteam zusammen mit Gemeindereferentin Gertraud Dickgießer zur Feier des Vorabendgottesdienstes in die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt eingeladen.
Den Pfarradministrator sowie den Pfarreisprecher Josef Knöckl freute es sichtlich sehr, dass sich auch viele Familien mit ihren Kindern angesprochen fühlten und in das geschmückte Gotteshaus gekommen waren. Mesnerin Michaela Willinger und ihre Schwester Anita Voit hatten auch heuer wieder einen prächtigen Erntealtar aufgebaut, den das Vorbereitungsteam im Anschluss an die Eröffnung des Gottesdienstes zusammen mit den anwesenden Kindern unter die Lupe nahm. Sabine Loibl, die gut hörbar Wasser in eine Schale goss, machte sich zusammen mit Sabine Ludwig und den Kindern Gedanken über das kühle Nass und die leeren Gießkannen, die sich als bunte Farbtupfer zu den Früchten im Erntedankaltar gesellt hatten. Nachdem der Zelebrant die Erntegaben mit geweihtem Wasser gesegnet hatte, folgte nach dem Kyrie, dem Gloria und dem Tagesgebet die Lesung aus dem 2. Philipperbrief (Kapitel 2, Verse 1 – 5), die Martina Altschäffl vortrug.
Im Anschluss an das Halleluja verkündete Pater Joshy das Johannesevangelium (Kapitel 4, Verse 13 – 14), in dem der Evangelist von der spannenden Begegnung Jesu mit der Samariterin am Jakobsbrunnen erzählt. In seiner Predigt, aus der die Gemeinde viel für ihren Alltag mitnehmen konnte, ging Pater Joshy auf das „Wasser des Lebens“ ein, um das die Frau den Messias bat. Dann brachten einige der Kinder zusammen mit Christa Knöckl und Brigitte Schütz ihren Dank zum Ausdruck (zum Dank für den Regen legten sie symbolisch einen Regenmesser vor den Zelebrationsaltar, zum Dank für das Trinkwasser eine Wasserflasche, zum Dank für Freude und Abkühlung einen Tauchring) sowie ihre Bitten vor Gott (für die Menschen, denen es am Wasser mangelt, einen leeren Trinkbecher, eine leere Plastikflasche, die einen achtsamen Umgang mit Wasser warb, für die Landwirte und alle anderen, die Lebensmittel anbauen, eine Schale mit Samenkörnern und für die Opfer von Flutkatastrophen eine Kerze.
Eine besondere Freude für die Pfarrei war, dass mit Magdalena Altschäffl aus Wochenweis eine neue Ministrantin in die fleißige Ministrantenschar aufgenommen wurde und Paul Ludwig aus Reichstorf, der schon vor längerer Zeit seinen Dienst als Messdiener antrat, offiziell die Ministrantenplakette erhielt. Die Freude war den beiden Ministranten anzusehen, als ihnen Oberministrantin Isabella Albert die bronzenen Plaketten umhing. Dann wurde gemeinsam Eucharistie gefeiert. Josef Knöckl unterstützte Pater Joshy nach dem Agnus Dei bei der Kommunionspendung. Die stimmige musikalische Gestaltung des Familiengottesdienstes übernahm der Hartkirchener Kirchenchor mit Gerhard Ebner an der Geige unter der Leitung von Simone Regirt, die auch die Orgel spielte.
Nach dem Gottesdienst wurde Friedhofskreuz gesegnet
Nach dem Schlusssegen, den der Pfarradministrator den Gläubigen spendete, waren alle eingeladen, hinter ihm und den Ministranten in den Hartkirchener Friedhof hinauszuziehen. Dort erstrahlte das frisch restaurierte Friedhofskreuz in neuem Glanz. Anfang August 2026 wurde das Kreuz umgelegt, weil der Korpus witterungsbedingt zusehends in einen schlechten Zustand gekommen war.
Der Schreiner Christian Stangl aus Pitzling hat das Dach und die Seitenteile des Kreuzes verlängert. Die Malerarbeiten am Kreuz und die Restaurierung des „Herrgotts“ übernahm Horst Riedhammer aus Eichendorf. Und zu guter Letzt hat Anton Sicheneder aus Steinberg das Dach und weitere für die Witterung anfällige Stellen mit Kupferblech verkleidet, so dass pünktlich eine Woche vor Erntedank das Kreuz wieder aufgestellt und der leidende Heiland daran wieder einen sicheren und würdigen Platz finden konnte, an dem er weit sichtbar über dem 2023 mit großem ehrenamtlichen Engagement sanierten Friedhof all die Besucher an seine Erlösungstat erinnert. Nachdem Pater Joshy den Segen über das prachtvolle Kunstwerk gesprochen und es mit Weihwasser besprengt hatte, schloß er sich dem Dank des Pfarreisprechers an die drei talentierten Handwerker und alle, die beim Umlegen und Wiederaufstellen mit Hand angelegt hatten, sehr gerne an.
Nach der seelischen Stärkung im Gotteshaus durfte auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. So war die gesamte Bevölkerung anschließend zum Weinfest der Pfarrei eingeladen. Das „Weinfest-Team“ um Andrea Albert, Eva Baumgart und Christine Hötzinger hatte wieder ganze Arbeit geleistet. Das Zelt, das für 70 Personen Platz bot und am Anwesen von Andrea und Sebastian Albert — einen Steinwurf weit von der Himmelfahrtskirche entfernt — aufgebaut worden war, war mit Heizlampen und einem „Kaminfeuer“ angenehm temperiert und schnell bis auf den letzten Platz gefüllt. Unter die Gottesdienstbesucher mischten sich noch weitere Mitglieder der Dorfbevölkerung, um bei dem einen oder anderen Vierterl Weiß- und/oder Rotwein aus dem gut sortierten Vorrat der „Hausherren“ an den geschmackvoll dekorierten Tischen über Gott und die Welt ins Gespräch zu kommen und so die Gemeinschaft von Jung und Alt zu pflegen. Das elegant angerichtete Büffet, das vom deftigen Leberkas-Burger, über Salami-Schifferl, glasierte Früchte etc. bis hin zur Candy-Bar reichte, ließ wahrlich keine Wünsche offen, so dass der gelungene Abend bis zu vorgerückter Stunde ausklingen konnte. Frei nach dem Motto: „Wer nicht kommt, ist selber schuld!“
Bericht: Ulrich Altmann
Fotos: Ulrich Altmann (UA) bzw. Rebecca Altmann (ReAl)

