Das Wasser des Lebens

Pfarrverband Eichendorf am 02.10.2026

Der vergangene Samstagabend, 26.09.2026, war für die Pfarrei Hartkirchen durchaus etwas ganz Besonderes. Zu Beginn des Erntedankfestes hatten Pater Joshy und das Familiengottesdienstteam zusammen mit Gemeindereferentin Gertraud Dickgießer zur Feier des Vorabendgottesdienstes in die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt eingeladen. 

Den Pfarr­ad­mi­nis­tra­tor sowie den Pfar­rei­spre­cher Josef Knöckl freu­te es sicht­lich sehr, dass sich auch vie­le Fami­li­en mit ihren Kin­dern ange­spro­chen fühl­ten und in das geschmück­te Got­tes­haus gekom­men waren. Mes­ne­rin Michae­la Wil­lin­ger und ihre Schwes­ter Ani­ta Voit hat­ten auch heu­er wie­der einen präch­ti­gen Ern­te­al­tar auf­ge­baut, den das Vor­be­rei­tungs­team im Anschluss an die Eröff­nung des Got­tes­diens­tes zusam­men mit den anwe­sen­den Kin­dern unter die Lupe nahm. Sabi­ne Loibl, die gut hör­bar Was­ser in eine Scha­le goss, mach­te sich zusam­men mit Sabi­ne Lud­wig und den Kin­dern Gedan­ken über das küh­le Nass und die lee­ren Gieß­kan­nen, die sich als bun­te Farb­tup­fer zu den Früch­ten im Ern­te­dank­al­tar gesellt hat­ten. Nach­dem der Zele­brant die Ern­te­ga­ben mit geweih­tem Was­ser geseg­net hat­te, folg­te nach dem Kyrie, dem Glo­ria und dem Tages­ge­bet die Lesung aus dem 2. Phil­ip­per­brief (Kapi­tel 2, Ver­se 1 – 5), die Mar­ti­na Alt­sch­äffl vortrug.

Im Anschluss an das Hal­le­lu­ja ver­kün­de­te Pater Jos­hy das Johan­nes­evan­ge­li­um (Kapi­tel 4, Ver­se 13 – 14), in dem der Evan­ge­list von der span­nen­den Begeg­nung Jesu mit der Sama­ri­te­rin am Jakobs­brun­nen erzählt. In sei­ner Pre­digt, aus der die Gemein­de viel für ihren All­tag mit­neh­men konn­te, ging Pater Jos­hy auf das ​„Was­ser des Lebens“ ein, um das die Frau den Mes­si­as bat. Dann brach­ten eini­ge der Kin­der zusam­men mit Chris­ta Knöckl und Bri­git­te Schütz ihren Dank zum Aus­druck (zum Dank für den Regen leg­ten sie sym­bo­lisch einen Regen­mes­ser vor den Zele­bra­ti­ons­al­tar, zum Dank für das Trink­was­ser eine Was­ser­fla­sche, zum Dank für Freu­de und Abküh­lung einen Tauch­ring) sowie ihre Bit­ten vor Gott (für die Men­schen, denen es am Was­ser man­gelt, einen lee­ren Trink­be­cher, eine lee­re Plas­tik­fla­sche, die einen acht­sa­men Umgang mit Was­ser warb, für die Land­wir­te und alle ande­ren, die Lebens­mit­tel anbau­en, eine Scha­le mit Samen­kör­nern und für die Opfer von Flut­ka­ta­stro­phen eine Kerze.

Eine beson­de­re Freu­de für die Pfar­rei war, dass mit Mag­da­le­na Alt­sch­äffl aus Wochen­weis eine neue Minis­tran­tin in die flei­ßi­ge Minis­tran­ten­schar auf­ge­nom­men wur­de und Paul Lud­wig aus Reichstorf, der schon vor län­ge­rer Zeit sei­nen Dienst als Mess­die­ner antrat, offi­zi­ell die Minis­tran­ten­pla­ket­te erhielt. Die Freu­de war den bei­den Minis­tran­ten anzu­se­hen, als ihnen Ober­mi­nis­tran­tin Isa­bel­la Albert die bron­ze­nen Pla­ket­ten umhing. Dann wur­de gemein­sam Eucha­ris­tie gefei­ert. Josef Knöckl unter­stütz­te Pater Jos­hy nach dem Agnus Dei bei der Kom­mu­ni­ons­pen­dung. Die stim­mi­ge musi­ka­li­sche Gestal­tung des Fami­li­en­got­tes­diens­tes über­nahm der Hart­kir­che­ner Kir­chen­chor mit Ger­hard Ebner an der Gei­ge unter der Lei­tung von Simo­ne Regirt, die auch die Orgel spielte.

Nach dem Gottesdienst wurde Friedhofskreuz gesegnet

Nach dem Schluss­se­gen, den der Pfarr­ad­mi­nis­tra­tor den Gläu­bi­gen spen­de­te, waren alle ein­ge­la­den, hin­ter ihm und den Minis­tran­ten in den Hart­kir­che­ner Fried­hof hin­aus­zu­zie­hen. Dort erstrahl­te das frisch restau­rier­te Fried­hofs­kreuz in neu­em Glanz. Anfang August 2026 wur­de das Kreuz umge­legt, weil der Kor­pus wit­te­rungs­be­dingt zuse­hends in einen schlech­ten Zustand gekom­men war. 

Der Schrei­ner Chris­ti­an Stangl aus Pitz­ling hat das Dach und die Sei­ten­tei­le des Kreu­zes ver­län­gert. Die Maler­ar­bei­ten am Kreuz und die Restau­rie­rung des ​„Herr­gotts“ über­nahm Horst Ried­ham­mer aus Eichen­dorf. Und zu guter Letzt hat Anton Siche­ne­der aus Stein­berg das Dach und wei­te­re für die Wit­te­rung anfäl­li­ge Stel­len mit Kup­fer­blech ver­klei­det, so dass pünkt­lich eine Woche vor Ern­te­dank das Kreuz wie­der auf­ge­stellt und der lei­den­de Hei­land dar­an wie­der einen siche­ren und wür­di­gen Platz fin­den konn­te, an dem er weit sicht­bar über dem 2023 mit gro­ßem ehren­amt­li­chen Enga­ge­ment sanier­ten Fried­hof all die Besu­cher an sei­ne Erlö­sungs­tat erin­nert. Nach­dem Pater Jos­hy den Segen über das pracht­vol­le Kunst­werk gespro­chen und es mit Weih­was­ser besprengt hat­te, schloß er sich dem Dank des Pfar­rei­spre­chers an die drei talen­tier­ten Hand­wer­ker und alle, die beim Umle­gen und Wie­der­auf­stel­len mit Hand ange­legt hat­ten, sehr ger­ne an.

Nach der see­li­schen Stär­kung im Got­tes­haus durf­te auch das leib­li­che Wohl nicht zu kurz kom­men. So war die gesam­te Bevöl­ke­rung anschlie­ßend zum Wein­fest der Pfar­rei ein­ge­la­den. Das ​„Wein­fest-Team“ um Andrea Albert, Eva Baum­gart und Chris­ti­ne Höt­zin­ger hat­te wie­der gan­ze Arbeit geleis­tet. Das Zelt, das für 70 Per­so­nen Platz bot und am Anwe­sen von Andrea und Sebas­ti­an Albert — einen Stein­wurf weit von der Him­mel­fahrts­kir­che ent­fernt — auf­ge­baut wor­den war, war mit Heiz­lam­pen und einem ​„Kamin­feu­er“ ange­nehm tem­pe­riert und schnell bis auf den letz­ten Platz gefüllt. Unter die Got­tes­dienst­be­su­cher misch­ten sich noch wei­te­re Mit­glie­der der Dorf­be­völ­ke­rung, um bei dem einen oder ande­ren Vier­terl Weiß- und/​oder Rot­wein aus dem gut sor­tier­ten Vor­rat der ​„Haus­her­ren“ an den geschmack­voll deko­rier­ten Tischen über Gott und die Welt ins Gespräch zu kom­men und so die Gemein­schaft von Jung und Alt zu pfle­gen. Das ele­gant ange­rich­te­te Büf­fet, das vom def­ti­gen Leber­kas-Bur­ger, über Sala­mi-Schif­ferl, gla­sier­te Früch­te etc. bis hin zur Can­dy-Bar reich­te, ließ wahr­lich kei­ne Wün­sche offen, so dass der gelun­ge­ne Abend bis zu vor­ge­rück­ter Stun­de aus­klin­gen konn­te. Frei nach dem Mot­to: ​„Wer nicht kommt, ist sel­ber schuld!“

Bericht: Ulrich Alt­mann
Fotos: Ulrich Alt­mann (UA) bzw. Rebec­ca Alt­mann (ReAl)

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