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Ich sehe was, was Du nicht siehst!

Pfarrverband Eichendorf am 09.10.2025

Nachdem Pfarradministrator Pater Joshy zusammen mit Gemeindereferentin Gertraud Dickgießer und der großen Schar der Eichendorfer Ministranten am Erntedanksonntag (05.10.2025) festlich in die Eichendorfer Pfarrkirche Sankt Martinus eingezogen waren, fragte die Gemeindereferentin die Mitfeiernden, wer denn das Spiel „Ich sehe was, was Du nicht siehst!“ kenne. 

Es gab wohl kei­nen, der es nicht kann­te. Es sei erstaun­lich, was es alles zu sehen gebe, wel­che Far­ben über­all zu ent­de­cken sei­en, oft erst auf den zwei­ten oder drit­ten Blick. So ähn­lich sei es auch an Ern­te­dank: ​„Die far­ben­froh geschmück­ten Ern­te­dank­al­tä­re zei­gen uns die viel­fäl­ti­gen Ern­te­ga­ben, vie­les, was wir oft gar nicht mehr sehen, weil sie selbst­ver­ständ­lich sind. Heu­te, an Ern­te­dank wol­len wir sie sehen. Nur was wir Men­schen wirk­lich sehen, was wir wirk­lich wahr­neh­men, dafür kön­nen wir auch dank­bar sein. Und wofür wir dank­bar sind, das wol­len wir auch schüt­zen!“, beton­te Ger­traud Dick­gie­ßer. Pater Jos­hy seg­ne­te anschlie­ßend den Ern­te­dank­al­tar, der vor dem Volks­al­tar und unter der Kan­zel auf­ge­baut war, mit Weih­was­ser und Weih­rauch. Nina Reichl führ­te mit eini­gen Gedan­ken über die bekann­te alt­tes­ta­ment­li­che Arche-Noah-Geschich­te zur Lesung hin, die Rebec­ca Alt­mann vor­trug. Dar­in wird erzählt, wie Gott den Men­schen mit den Far­ben des Regen­bo­gens ein Hoff­nungs­zei­chen schenkt und mit ihnen einen Frie­dens­bund schließt und ver­spricht ​„Ich bin da!“.

Die Welt ist bunt

Dann ver­kün­de­te der Zele­brant das Evan­ge­li­um. Dar­in wird davon erzählt, dass Jesus sei­ne Jün­ger lehrt, dass der Glau­be Ber­ge ver­set­zen kann. Die­se sprich­wört­li­che Glau­bens­kraft hat Jesus selbst prä­gnant in einem Bild vom Maul­beer­baum ins Wort gebracht, ver­bun­den mit dem Appell, den Glau­ben nicht zu unter­schät­zen. ​„Kein Ern­te­dank­al­tar besteht aus nur einer Frucht oder ist ein­far­big. Kei­ne Fami­lie, kei­ne Gemein­schaft besteht aus Men­schen, die alle gleich sind. Wir leben alle von der Viel­falt der Schöp­fung, von der Viel­falt der Boden, der Pflan­zen, der Tie­re und der Men­schen!“, beton­te Anto­nia Schmidt-Ramsin, die zusam­men mit Andrea Kron­schnabl vom Vor­be­rei­tungs­team und den Kin­dern auf­zeig­te, wie bunt der Regen­bo­gen — das Zei­chen, das Gott für die Ver­bin­dung zwi­schen ihm und den Men­schen gewählt hat — ist. Alle Kin­der die woll­ten, durf­ten nun als Zei­chen des Dan­kes an Gott die Früch­te, mit denen sie von Regi­na Brandl und Bian­ca Reichl ver­sorgt wur­den, in den dazu pas­sen­den Far­ben auf den von Ger­traud Dick­gie­ßer aus bun­ten Tüchern vor dem Volks­al­tar und der Ern­te­kro­ne gestal­te­ten Regen­bo­gen legen. 

So vielfältig wie die Erntegaben sind auch die Menschen

Dazu brach­ten ande­re Kin­der zusam­men mit Andrea Kron­schnabl die Got­tes­dienst­be­su­cher zum Nach­den­ken. ​„So viel­fäl­tig wie die Ern­te­ga­ben, so viel­fäl­tig wie unse­re Natur, so viel­fäl­tig wie die Men­schen und unse­re Fähig­kei­ten sind, so ver­bun­den wir doch alle mit dem einen Gott! Wenn wir nun Eucha­ris­tie, das heißt Dank­sa­gung, fei­ern, dann brin­gen wir die­se Viel­falt zu Gott und bit­ten ihn, dass er alles und uns ver­wan­delt – zum Heil für uns und für die gan­ze Welt!“, lei­te­te Gemein­de­re­fe­ren­tin Ger­traud Dick­gie­ßer zur Gaben­be­rei­tung über. Pater Jos­hy hol­te zum Sanc­tus dann die Kin­der, die den Got­tes­dienst von den Kir­chen­bän­ken aus mit­fei­er­ten, zu sich an den Volks­al­tar, damit sie die Wand­lung von Hos­tie und Wein zum Leib und zum Blut Chris­ti aus der Nähe mit­er­le­ben konn­ten. Zum Vater­un­ser ver­sam­mel­te der Geist­li­che dann auch die Minis­tran­ten im Presbyterium.

Vier neue Ministranten wurden aufgenommen

Eine beson­de­re Freu­de war es Pater Jos­hy und Ober­mi­nis­tran­tin Mag­da­le­na Brun­ner, zu Ern­te­dank vier neue Minis­tran­ten auf­neh­men zu dür­fen: Emi­lia Bock, Vere­na Brandl, Eli­sa Wein­mai­er und Jakob Ruh­land. Mit einem anfangs etwas zag­haft, aber dann immer fes­ter wer­den­den ​„Wir sind bereit!“ brach­ten die vier ​„Neu­en“ ihren Wil­len zum Aus­druck, künf­tig den Dienst am Altar tun zu wol­len. Mag­da­le­na Brun­ner leg­te den jun­gen Chris­ten als Zei­chen für die ihre Auf­nah­me in die Schar der Laus­bu­ben und ‑dirndl Got­tes jeweils eine bron­ze­ne Minis­tran­ten­pla­ket­te um und Pater Jos­hy über­reich­te ihnen ihre Minis­tran­ten­aus­wei­se. Als klei­nes Dan­ke­schön für ihren jah­re­lan­gen tat­kräf­ti­gen Ein­satz im Fami­li­en­got­tes­dienst-Vor­be­rei­tungs­team über­reich­ten Pater Jos­hy anschlie­ßend drei beson­ders enga­gier­ten jun­gen Frau­en jeweils eine Orchi­dee: Chris­tia­ne Siche­ne­der, Katar­zy­na Stein­hu­ber-Wes­sels und Inna Rem­ber­ger. Pater Jos­hy beton­te, wie wich­tig die­ses ehren­amt­li­che Enga­ge­ment für die Kir­che Jesu ist. 

Pater Joshy sprach Ernte-Dankesworte

Der Geist­li­che brach­te anschlie­ßend sei­ne Freu­de und sei­nen dar­über zum Aus­druck, dass auch vie­le wei­te­re Gläu­bi­ge sich für die Sache Jesu begeis­tern und enga­gie­ren. So dank­te er allen, die es mit den gespen­de­ten Gaben mög­lich gemacht haben, dass Ste­pha­nie und Caro­lin Alt­mann den Ern­te­al­tar so schön und viel­fäl­tig gestal­ten konn­ten, nament­lich der Fami­lie Kirsch­ner aus Per­löd, der Fami­lie Siche­ne­der aus Rohr­bach, der Fami­lie Alt­sch­äffl aus Wochen­weis, Johann Fle­xe­der aus Exing und den Fami­li­en Eder, Friedl und Alt­mann aus Eichen­dorf). Sein beson­de­rer Dank galt auch der Gemein­de­re­fe­ren­tin Ger­traud Dick­gie­ßer und ihrem Team für die Vor­be­rei­tung des Fami­li­en­got­tes­diens­tes, den Minis­tran­ten, die in so gro­ßer Zahl mit dabei waren, Lydia Schropp, die mit ihrem Orgel­spiel die musi­ka­li­sche des Got­tes­diens­tes über­nahm und nicht zuletzt allen ande­ren anwe­sen­den Gläu­bi­gen, vor allem den Kin­dern und Jugend­li­chen, die den Fami­li­en­got­tes­dienst voll Freu­de mit­ge­fei­ert haben. Nach­dem Regi­na Brandl das Segens­ge­bet vor­ge­tra­gen hat­te, spen­de­te Pater Jos­hy allen Mit­fei­ern­den den Schluss­se­gen ​„damit wir Dich in den Far­ben des Regen­bo­gens und in der Viel­falt der Schöp­fung als Drei­fal­ti­gen Gott erken­nen, der uns in Viel­falt geschaf­fen hat!“

Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

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