Gottesdienst

Eine Perspektive der Hoffnung

Pfarrverband Eichendorf am 04.11.2025

Am Nachmittag des Allerheiligentages (Samstag, 01.11.2025) haben sich bei trockener Witterung viele Angehörige, Freunde und Bekannte am Eichendorfer Friedhof versammelt, um ihrer Verstorbenen zu gedenken. 

Beim Klang der Glo­cken, die — wie jeden Sams­tag — um 15.00 Uhr den Sonn­tag ​„ein­läu­ten“, begrüß­te Pfarr­ad­mi­nis­tra­tor Pater Jos­hy, der sich zusam­men mit sei­nen Minis­tran­ten und Vor­be­tern von der Eichen­dor­fer Sakris­tei aus auf den Weg zum Got­tes­acker gemacht hat­te, alle Anwe­sen­den zur gemein­sa­men Andacht. ​„Das Fest Aller­see­len gibt uns die Zeit, inne­zu­hal­ten und nach­zu­den­ken über das Leben und Ster­ben derer, die uns in den Tod und in das ewi­ge Leben vor­aus­ge­gan­gen sind! Und es gibt uns Zeit, auch über unser eige­nes Leben und Ster­ben nach­zu­den­ken!“, beton­te der Geist­li­che. Nach den Kyrie­rufen und einem Gebet — aller Fra­gen, Zwei­fel, Ängs­te, der Trau­er und Ein­sam­keit zum Trotz — um Stär­kung ​„unse­rer Hoff­nung und unse­res Ver­trau­ens“ auf Gott, die Auf­er­ste­hung der Toten und das ewi­ge Leben bei ihm, trug Ste­pha­nie Alt­mann die Schrift­le­sung aus dem Johan­nes­evan­ge­li­um vor. Der Evan­ge­list berich­tet davon, dass Jesus sei­nen Jün­gern zusagt, dass er, wenn er gegan­gen ist und einen Platz für sie vor­be­rei­tet hat, wie­der­kom­men wird und sie zu ihm zu holen und er der Weg dort­hin, die Wahr­heit und das Leben ist. Pater Jos­hy beleuch­te­te den Kern­satz der Fro­hen Bot­schaft mit Gedan­ken und Gebe­ten aus der Per­spek­ti­ve der Hoffnung.

Die Gräber wurden gesegnet

Dann folg­ten die Für­bit­ten und das Toten­ge­den­ken. Nach­dem Ulrich Alt­mann die Namen der Ver­stor­be­nen des ver­gan­ge­nen Jah­res vor­ge­le­sen hat­te, seg­ne­te Pater Jos­hy zusam­men mit Pfarr­vi­kar Pater Jip­son die Grä­ber. Wäh­rend­des­sen wur­de gemein­sam der glor­rei­che Rosen­kranz gebe­tet. Wie­der am Lei­chen­haus ange­kom­men, bedank­te sich Pater Jos­hy bei allen, die sich das gan­ze Jahr über um den Fried­hof küm­mern, die Grab­stät­ten pfle­gen und schmü­cken und den Ver­stor­be­nen damit und mit ihren Gebe­ten ein wür­di­ges Andenken berei­ten. Schließ­lich spen­de­te der Geist­li­che den Anwe­sen­den und all ihren Lie­ben den Segen, ver­bun­den mit dem Wunsch für gute Gesprä­che in den Fami­li­en und eine gesun­de Heim­kehr. Am Abend des Hoch­fes­tes Aller­hei­li­gen war dann der Eichen­dor­fer Fried­hof samt dem in des­sen Mit­tel­punkt ste­hen­den impo­san­ten Kreuz mit dem ver­gol­de­ten Kor­pus, dem von Schmie­de­meis­ter Rudolf Stög­mül­ler mit Unter­stüt­zung von Erich Fraun­dor­fer und Karl Bäld­le geschaf­fe­nen Pil­ger­brun­nen und der Krie­ger­ge­dächt­nis­ka­pel­le durch die vie­len Grab­lich­ter, die bereits tags­über ent­zün­det wor­den waren, in ein beson­de­res Licht getaucht. 

Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

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