Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz!

Pfarrverband Eichendorf am 05.11.2026

Am Nachmittag des Allerheiligentages (Sonntag, 01.11.2026) haben sich bei trockener Witterung viele Angehörige, Freunde und Bekannte am Eichendorfer Friedhof versammelt, um ihrer Verstorbenen zu gedenken. 

Beim Klang der Glo­cken begrüß­te Pfarr­ad­mi­nis­tra­tor Pater Jos­hy Kan­ji­ratham­kun­nel MI, der sich zusam­men mit sei­nen Minis­tran­ten und Vor­be­tern von der Eichen­dor­fer Sakris­tei aus auf den Weg zum Got­tes­acker gemacht hat­te, punkt 15.00 Uhr alle Anwe­sen­den zur gemein­sa­men Andacht. ​„Am Aller­see­len­tag kom­men wir zu den Grä­bern unse­rer Ver­stor­be­nen. Wir erin­nern uns an Men­schen, die uns nahe waren und deren Leben Spu­ren in unse­ren Her­zen hin­ter­las­sen hat. Der Fried­hof erin­nert uns aber auch dar­an, dass unser eige­nes Leben ver­gäng­lich ist. Das Evan­ge­li­um lädt uns des­halb ein, dar­über nach­zu­den­ken: Was bleibt von unse­rem Leben? Wel­che Spu­ren hin­ter­las­sen wir bei ande­ren? Und was ist wirk­lich wert­voll?“, begann der Geistliche. 

Nach den Kyrie­rufen ver­kün­de­te Pater Jos­hy die Fro­he Bot­schaft nach Mat­thä­us (Kapi­tel 6, Ver­se 19 – 21), in der es lau­tet: ​„Sam­melt euch nicht Schät­ze hier auf der Erde, wo Mot­te und Wurm sie zer­stö­ren und wo Die­be ein­bre­chen und sie steh­len! Sam­melt euch viel­mehr Schät­ze im Him­mel, wo weder Mot­te noch Wurm sie zer­stö­ren und wo kei­ne Die­be ein­bre­chen und steh­len! Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“

Anschlie­ßend tru­gen Ste­pha­nie Alt­mann und Pater Jos­hy dazu abwech­selnd pas­sen­de Gedan­ken vor. Dann folg­ten die Für­bit­ten und das Toten­ge­den­ken. Nach­dem Ulrich Alt­mann die Namen der Ver­stor­be­nen des ver­gan­ge­nen Jah­res vor­ge­le­sen hat­te, seg­ne­te Pater Jos­hy zusam­men mit Pfarr­vi­kar Pater Jip­son Per­um­puzhaka­da­vil HGN, beglei­tet von den Minis­tran­ten, die Grä­ber mit Weih­was­ser. Wäh­rend­des­sen wur­den gemein­sam zwei Gesät­ze des schmerz­haf­ten Rosen­kran­zes gebetet.

Wie­der am Lei­chen­haus ange­kom­men, bedank­te sich Pater Jos­hy im Namen der Pfar­rei bei allen, die sich das gan­ze Jahr über um den Fried­hof küm­mern, die Grab­stät­ten pfle­gen und schmü­cken und den Ver­stor­be­nen damit und mit ihren Gebe­ten ein wür­di­ges Andenken berei­ten. Schließ­lich spen­de­te der Geist­li­che den Anwe­sen­den und all ihren Lie­ben den Segen, ver­bun­den mit dem Wunsch für gute Gesprä­che in den Fami­li­en und eine gesun­de Heim­kehr.
Am Abend des Hoch­fes­tes Aller­hei­li­gen war dann der Eichen­dor­fer Fried­hof samt dem in des­sen Mit­tel­punkt ste­hen­den impo­san­ten Kreuz mit dem ver­gol­de­ten Kor­pus, dem von Schmie­de­meis­ter Rudolf Stög­mül­ler mit Unter­stüt­zung von Erich Fraun­dor­fer und Karl Bäld­le geschaf­fe­nen Pil­ger­brun­nen und der Krie­ger­ge­dächt­nis­ka­pel­le durch die vie­len Grab­lich­ter, die bereits tags­über ent­zün­det wor­den waren, in ein beson­de­res Licht getaucht. 

Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

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