Viele Gläubige aus Nah und Fern sind dieser Einladung gefolgt. Die violetten Lichtstrahlen, die das mehrteilige, von Künstlerin Romy Hanauer geschaffene Fastentuch an Hochaltar, Zelebrationsaltar und Ambo und die zu Beginn noch leere Monstranz beleuchteten, schufen im angenehm beheizten Gotteshaus eine besondere Atmosphäre. „Besonders in der Fastenzeit sind wir eingeladen, gegen den Strom zu schwimmen, alte Gewohnheiten, Abhängigkeiten, Belastungen auch einmal loszulassen!“, eröffnete Pater Joshy die Andacht. „Hinter vielem, was unser Leben bestimmt, steckt die Sehnsucht nach Tiefe, nach einem erfüllten Leben. Der Weg zu den Quellen führt gegen den Strom. Für uns Christen ist Jesus diese Quelle, das lebendige Wasser, der, der den Lebensdurst wirklich stillen kann. Davon spricht die biblische Erzählung von der Frau am Jakobsbrunnen, die uns heute zum Nachdenken und Nachspüren anregen soll!“, fuhr der Pfarradministrator fort.
Gebete, Impulse und Stille
So eingestimmt setzte Pater Joshy das Allerheiligste in der Monstranz auf dem Volksaltar aus und legte würzigen Weihrauch auf glühende Kohlen. Insbesondere angeregt durch Gebete und Impulse, die der Geistliche und die Gottesdienstbeauftragte Stephanie Altmann abwechselnd vortrugen und von Lydia Schropp einfühlsam an der neuen Kirchenorgel begleitet bzw. ergänzt wurden, aber auch in einer Zeit der bewusst stillen Anbetung — hatten alle Anwesenden Gelegenheit, mit Jesus persönlich ins Gespräch zu kommen. Schließlich waren alle Mitfeiernden eingeladen, miteinander das Schuldbekenntnis zu sprechen und nach der Vergebungsbitte ihrem Herrn vor dem Altar die Ehre zu erweisen und sich dort mit Weihwasser zu bekreuzigen. Nach dem Friedensgruß und dem gemeinsamen Vaterunser spendete Pater Joshy allen anwesenden Gläubigen den eucharistischen Segen. Vor, während und nach der Bußandacht war Gelegenheit, bei Pater Joshy bzw. Pfarrvikar Pater Jipson im Beichtstuhl das Sakrament der Versöhnung zu empfangen. Viele der Gläubigen, die zur Bußandacht gekommen waren, haben diese Einladung dazu gerne angenommen.
Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

