Gottesdienst

Der Weg zu den Quellen führt gegen den Strom

Pfarrverband Eichendorf am 11.04.2025

Am vergangenen Mittwoch (09.04.2025) waren alle Gläubigen zur Bußandacht in die Eichendorfer Pfarrkirche St. Martinus eingeladen, um sich in den letzten Tagen vor dem Beginn der Karwoche auf das Osterfest vorzubereiten.

Vie­le Gläu­bi­ge aus Nah und Fern sind die­ser Ein­la­dung gefolgt. Die vio­let­ten Licht­strah­len, die das mehr­tei­li­ge, von Künst­le­rin Romy Hanau­er geschaf­fe­ne Fas­ten­tuch an Hoch­al­tar, Zele­bra­ti­ons­al­tar und Ambo und die zu Beginn noch lee­re Mons­tranz beleuch­te­ten, schu­fen im ange­nehm beheiz­ten Got­tes­haus eine beson­de­re Atmo­sphä­re. ​„Beson­ders in der Fas­ten­zeit sind wir ein­ge­la­den, gegen den Strom zu schwim­men, alte Gewohn­hei­ten, Abhän­gig­kei­ten, Belas­tun­gen auch ein­mal los­zu­las­sen!“, eröff­ne­te Pater Jos­hy die Andacht. ​„Hin­ter vie­lem, was unser Leben bestimmt, steckt die Sehn­sucht nach Tie­fe, nach einem erfüll­ten Leben. Der Weg zu den Quel­len führt gegen den Strom. Für uns Chris­ten ist Jesus die­se Quel­le, das leben­di­ge Was­ser, der, der den Lebens­durst wirk­lich stil­len kann. Davon spricht die bibli­sche Erzäh­lung von der Frau am Jakobs­brun­nen, die uns heu­te zum Nach­den­ken und Nach­spü­ren anre­gen soll!“, fuhr der Pfarr­ad­mi­nis­tra­tor fort.

Gebete, Impulse und Stille

So ein­ge­stimmt setz­te Pater Jos­hy das Aller­hei­ligs­te in der Mons­tranz auf dem Volks­al­tar aus und leg­te wür­zi­gen Weih­rauch auf glü­hen­de Koh­len. Ins­be­son­de­re ange­regt durch Gebe­te und Impul­se, die der Geist­li­che und die Got­tes­dienst­be­auf­trag­te Ste­pha­nie Alt­mann abwech­selnd vor­tru­gen und von Lydia Schropp ein­fühl­sam an der neu­en Kir­chen­or­gel beglei­tet bzw. ergänzt wur­den, aber auch in einer Zeit der bewusst stil­len Anbe­tung — hat­ten alle Anwe­sen­den Gele­gen­heit, mit Jesus per­sön­lich ins Gespräch zu kom­men. Schließ­lich waren alle Mit­fei­ern­den ein­ge­la­den, mit­ein­an­der das Schuld­be­kennt­nis zu spre­chen und nach der Ver­ge­bungs­bit­te ihrem Herrn vor dem Altar die Ehre zu erwei­sen und sich dort mit Weih­was­ser zu bekreu­zi­gen. Nach dem Frie­dens­gruß und dem gemein­sa­men Vater­un­ser spen­de­te Pater Jos­hy allen anwe­sen­den Gläu­bi­gen den eucha­ris­ti­schen Segen. Vor, wäh­rend und nach der Buß­an­dacht war Gele­gen­heit, bei Pater Jos­hy bzw. Pfarr­vi­kar Pater Jip­son im Beicht­stuhl das Sakra­ment der Ver­söh­nung zu emp­fan­gen. Vie­le der Gläu­bi­gen, die zur Buß­an­dacht gekom­men waren, haben die­se Ein­la­dung dazu ger­ne ange­nom­men.

Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

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