Gottesdienst

Wieder in die richtige Spur kommen

Pfarrverband Eichendorf am 19.12.2024

Am vergangenen Mittwoch (18.12.2024) waren alle Gläubigen zur Bußandacht in die Eichendorfer Pfarrkirche St. Martinus eingeladen, um sich gemeinsam mit Pater Joshy und Gemeindereferentin Gertraud Dickgießer Zeit zu nehmen, mit Jesus im gewandelten Brot - im Leib Christi - ins Gespräch zu kommen, um sich zu besinnen und um sich von seiner Gegenwart berühren und heilen zu lassen.

Das Got­tes­haus war vom war­men Licht vie­ler Ker­zen ein­la­dend erhellt. ​„Buße heißt: umkeh­ren, neu aus­rich­ten, wie­der in die rich­ti­ge Spur kom­men, auf den rich­ti­gen Weg kom­men. Gera­de in den Tagen vor Weih­nach­ten, wenn die Zeit davon­rinnt und die bedroh­li­chen Nach­rich­ten kein Ende neh­men, haben vie­le das Gefühl: ​‚Ich bin völ­lig neben der Spur!‘, ​‚Die Welt ist aus den Fugen gera­ten!‘, ​‚Alle Men­schen sind ver­rückt gewor­den!‘, ​‚Nichts ist so, wie es sein soll!‘“, eröff­ne­te der Pfarr­ad­mi­nis­tra­tor die Andacht. Genau des­halb sei Jesus in die Welt gekom­men: um den Men­schen die Augen zu öff­nen für die Lie­be Got­tes, um ihnen den Blick auf ihre Schuld zu ermög­li­chen, um ihnen zu ver­ge­ben, um sie wie­der auf die rich­ti­ge Spur zu bringen.

„In ein paar Tagen fei­ern wir, dass Jesus klein und unschein­bar in die Welt gekom­men ist: als ein Baby wie Mil­li­ar­den ande­re Babys auch. Am Ende sei­nes Lebens hat Jesus ein Zei­chen hin­ter­las­sen, wie er auf ewig bei uns blei­ben wird: Wie­der klein und unschein­bar — im Zei­chen des Bro­tes. Brot, wie es unzähl­bar oft gemacht, geges­sen oder auch ein­fach weg­ge­wor­fen wird. Die­ses all­täg­li­che Nah­rungs­mit­tel wählt Jesus für sei­nen Leib: als Nah­rung für unse­re See­le, als Nah­rung für unser Leben. Jesus ist immer da — und in beson­de­rer Wei­se im gewan­del­ten Brot!“, leg­te Gemein­de­re­fe­ren­tin Ger­traud Dick­gie­ßer dar. So ein­ge­stimmt setz­te Pater Jos­hy das Aller­hei­ligs­te in der Mons­tranz auf dem Zele­bra­ti­ons­al­tar aus. In der war­men Atmo­sphä­re war nun — ange­regt durch Gebe­te und Impul­se, die von Lydia Schropp ein­fühl­sam und stim­mig an der neu­en Kir­chen­or­gel beglei­tet bzw. ergänzt wur­den, aber auch in einer Zeit der bewusst stil­len Anbe­tung — Gele­gen­heit für alle, mit Jesus, der in Bezie­hung leben will, per­sön­lich ins Gespräch zu kommen.

Beichte war möglich

Schließ­lich waren alle Mit­fei­ern­den ein­ge­la­den, ihrem Herrn vor dem Altar die Ehre zu erwei­sen und dort für sich eine Bibel­stel­le zu zie­hen, um sich von einem Wort Got­tes anspre­chen und berüh­ren zu las­sen. Nach dem gemein­sa­men Vater­un­ser und dem Frie­dens­gruß spen­de­te Pater Jos­hy allen anwe­sen­den Gläu­bi­gen den eucha­ris­ti­schen Segen. Vor, wäh­rend und nach der Buß­an­dacht war Gele­gen­heit, bei Pater Jos­hy bzw. Pfarr­vi­kar Pater Jip­son im Eichen­dor­fer Beicht­stuhl das Sakra­ment der Ver­söh­nung zu emp­fan­gen. Vie­le der Gläu­bi­gen, die aus Nah und Fern zur Buß­an­dacht gekom­men waren, haben die Ein­la­dung dazu ger­ne ange­nom­men. Beson­ders in dem von Papst Fran­zis­kus aus­ge­ru­fe­nen ​„Hei­li­gen Jahr 2025“ wird neben den ande­ren For­men, das Sakra­ment der Ver­söh­nung zu emp­fan­gen, wie­der jeden zwei­ten Don­ners­tag im Monat der fes­te Ter­min zur Ein­zel­beich­te im Eichen­dor­fer Beicht­stuhl angeboten.

Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

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