Gottesdienst

„Bergmesse“ zu Mariä Namen gefeiert

Pfarrverband Eichendorf am 15.09.2025

Ursprünglich war geplant, die diesjährige Bergmesse an der Holzkapelle in Kellerhäuser stattfinden zu lassen. Zuletzt wurde die Pfarrverbandsradwallfahrt nach Altenmarkt kurzfristig aufgrund der eindeutigen Schlechtwetterlage zu ersten Autowallfahrt des Pfarrverbandes umgewandelt. Auch die Abschlussmaiandacht, zu der Bischof Dr. Stefan Oster den Eichendorfern die Ehre gab, konnte wetterbedingt nicht im Freien vor der Mariensäule am Marktplatz gefeiert werden. Die unsichere Witterung nötigte die Verantwortlichen auch am vergangenen Freitagabend, 12.09.2025, zu dem Entschluss, die „Bergmesse“ knapp 70 Höhenmeter tiefer - in der Pfarrkirche Sankt Martinus - zu feiern. 

„Das Fest ​‚Mariä Namen‘ erin­nert an den Sieg über die Tür­ken bei Wien im Jahr 1683. In ihrer Angst haben die Wie­ner zu Maria gebe­tet. Das Gebet wur­de erhört und der Sieg wur­de der Für­spra­che Mari­ens zuge­schrie­ben. Die­ses Ereig­nis sagt uns, dass das Gebet nicht an Macht ver­liert!“, eröff­ne­te Pfarr­ad­mi­nis­tra­tor Pater Jos­hy nach dem Kreuz­zei­chen sei­ne Sta­tio. ​„Lasst uns dar­um an Maria wen­den. Denn auch wir sind viel­fach bedroht: Unse­re Fami­li­en von schnel­len Aus­ein­an­der­set­zun­gen, unse­re Gesell­schaft von Ego­is­mus, Unzu­frie­den­heit und Gott­lo­sig­keit, die Welt von Krieg und Unru­he, unse­re Kir­chen von Glaubens‑, Gleich­gül­tig­keits- und Inter­es­se­lo­sig­keit!“, fuhr der Geist­li­che fort. Maria habe viel Leid erlebt und sei den Men­schen dar­in beson­ders nahe. Maria sei ihr gan­zes Leben mit Gott gegan­gen — sie habe immer auf ihn ver­traut und geglaubt, dass ER an ihrer Sei­te ist. ​„Dar­in ist sie uns ein Vor­bild. Lasst uns in Maria Zuflucht fin­den, denn bei ihr wis­sen wir uns gebor­gen. Möge Maria uns hel­fen, Got­tes Gegen­wart in unse­rem All­tag zu fin­den. Möge Maria uns beglei­ten, um die Gegen­wart Got­tes auch in der Glau­bens­ge­mein­schaft erfahr­bar zu machen!“, schloss Pater Jos­hy sei­ne Statio.

Familie Wimmer gestaltete die Messe musikalisch

Nach den Kyrie­rufen und dem Tages­ge­bet trug Gemein­de­re­fe­ren­tin Ger­traud Dick­gie­ßer die neu­tes­ta­ment­li­che Lesung vor. Pfarr­vi­kar Pater Jip­son ver­kün­de­te das Evan­ge­li­um nach Lukas, bevor anstel­le der Für­bit­ten eine Mari­en­li­ta­nei gesun­gen wur­de. Anschlie­ßend fei­er­ten Pater Jos­hy und sein Kon­ze­le­brant Pater Jip­son mit den Gläu­bi­gen Eucha­ris­tie, ehe der Pfarr­ad­mi­nis­tra­tor den Schluss­se­gen spen­de­te und alle Mit­ein­an­der das ​„Seg­ne Du, Maria!“ anstimm­ten. Die stim­mungs­vol­le musi­ka­li­sche Gestal­tung der ​„Berg­mes­se“ über­nah­men die ​„Wim­mer-Mädels“ (Chris­ta Wim­mer mit ihren Töch­tern Lydia Schropp und Julia­ne Hai­der), wofür sich Pater Jos­hy herz­lich bedank­te. Die drei Sän­ge­rin­nen nah­men dazu unter der Kan­zel ihren Platz ein, wo auch das Pfarr­ver­bands­kreuz, das die Gläu­bi­gen bei den Berg­mes­sen beglei­tet, auf­ge­stellt wor­den war. Ein beson­de­res ​„Vergelt’s Gott!“ sprach der Haupt­ze­le­brant auch Rose­ma­rie Fle­xe­der aus, die für die Berg­mes­se ​„Gewehr bei Fuß“ stand und sich — unter­stützt von ihrer Fami­lie — seit Jahr­zehn­ten tat­kräf­tig um die Holz­ka­pel­le in Kel­ler­häu­ser küm­mert und dabei neben dem Sperr­dienst erst­klas­sig auch dafür Sor­ge trägt, dass das klei­ne Got­tes­haus samt sei­nem Umgriff stets tadel­los gesäu­bert ist.

Danach gab es Brezen und Käse

Im Anschluss an den Got­tes­dienst waren alle Mit­fei­ern­den samt dem lit­ur­gi­schen Dienst zum gemüt­li­chen Bei­sam­men­sein in das Pfarr­zen­trum ein­ge­la­den. Dort hat­ten Mit­glie­der der Kir­chen­ver­wal­tung und des Pfarr­ge­mein­de­ra­tes alles für einen Imbiss und Umtrunk vor­be­rei­tet, wofür Pater Jos­hy eben­falls sei­nen Dank aus­sprach. Bei reschen Bre­zen, gro­ßen Emmen­ta­ler Käse­wür­feln und pas­sen­den Geträn­ken tausch­ten sich die Gläu­bi­gen, die aus dem gan­zen Pfarr­ver­band und dar­über hin­aus kamen und unter denen sich auch eini­ge Namens­tags­kin­der befan­den, gut über Gott und die Welt aus. Nicht all­zu knapp vor Mit­ter­nacht hal­fen alle dann noch Anwe­sen­den zusam­men, den Pfarr­saal für die nächs­te Ver­an­stal­tung fit zu machen. Ein­deu­tig kam der Wunsch zum Aus­druck, auch nächs­tes Jahr wie­der eine Berg­mes­se im Pfarr­ver­band zu fei­ern, ganz unab­hän­gig davon, ob der hei­li­ge Petrus wet­ter­tech­nisch mit­spielt oder nicht.

Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

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