Gottesdienst

Alle Jahre wieder ... anders!?

Pfarrverband Eichendorf am 01.12.2025

Für den ersten Sonntag im Advent (30.11.2025) waren alle Gläubigen zur Eucharistiefeier in der Pfarrkirche Sankt Martinus eingeladen. 

Nach der Sta­tio seg­ne­te Pater Jos­hy — beglei­tet von den Minis­tran­ten — zum Beginn des neu­en Kir­chen­jah­res den präch­ti­gen Advents­kranz, der — Dank des Enga­ge­ments der bei­den flei­ßi­gen und spen­da­blen Advents­kranz­bin­de­rin­nen — auch heu­er wie­der im Pres­by­te­ri­um sei­nen Platz gefun­den hat, mit einem kräf­ti­gen Guss Weih­was­ser. Wäh­rend Ste­pha­nie Alt­mann vom Eichen­dor­fer Mes­ner­team die ers­te der vier roten Ker­zen dar­an ent­zün­de­te, seg­ne­te der Eichen­dor­fer Pfarr­ad­mi­nis­tra­tor auch die Advents­krän­ze und ‑geste­cke, die eini­ge Fami­li­en zum Got­tes­dienst mit­ge­bracht und unter der Kan­zel abge­legt hat­ten. Lek­tor Ulrich Alt­mann trug die Lesung aus dem Brief des Apos­tels Pau­lus an die Gemein­de in Rom vor. Pas­send zur ent­zün­de­ten ers­ten Ker­ze des Advents­kran­zes spricht Pau­lus dort vom Glau­ben an Jesus Chris­tus, dem Licht der Welt, und mahnt, auch die­sem Glau­ben gemäß zu leben und den All­tag von ihm durch­drin­gen zu lassen.

Was wird diesen Advent anders?

Dann ver­kün­de­te Pater Jos­hy das in der Lese­ord­nung vor­ge­se­he­ne Mat­thä­us­evan­ge­li­um. Der Auf­ruf des Evan­ge­lis­ten zur Wach­sam­keit und Bereit­schaft für das Kom­men des Men­schen­soh­nes ist nicht zu über­hö­ren. ​„Die apo­ka­lyp­ti­schen Sze­na­ri­en, die wir im heu­ti­gen Evan­ge­li­um gehört haben, wer­den immer deut­li­cher in unse­rer Welt.“, eröff­ne­te Pater Jos­hy sei­ne kraft­vol­le Pre­digt. Die stei­gen­den Ängs­te in der äuße­ren so wie auch in der Innen­welt wür­den vie­le in eine depres­si­ve Stim­mung füh­ren, in die hin­ein die Advent­zeit im Men­schen eine Hoff­nung erwe­cke: die Ankunft Jesu. ​„Der Advent sagt uns, dass Jesus nicht nur eine Erin­ne­rung an die Krip­pe ist oder ein Ver­spre­chen für das Ende der Zei­ten. Viel­mehr! Er ist die leben­di­ge Kraft, die unser Leben heu­te und mor­gen mit uner­schüt­ter­li­cher Hoff­nung erfüllt: Einer Hoff­nung, die mehr ist als Erfül­lung von Wün­schen, als die Befrie­di­gung von Bedürf­nis­sen, als die Lösung von Pro­ble­men, als die Opti­mie­rung mei­ner selbst!“, fuhr der Pre­di­ger ein­dring­lich fort. Denn gera­de in die­ser Zeit lau­fe vie­les nur ober­fläch­lich, nur geschäft­lich, das von Jesus ablenkt. Dar­um schrei­be der Apos­tel Pau­lus: ​„Die Stun­de ist gekom­men. Steh auf vom Schlaf!“ Wach­sam­keit sei kein pas­si­ves War­ten. Es sei die akti­ve Vor­be­rei­tung des Her­zens. ​„Nur wenn wir wach­sam sind, kön­nen wir die Ablen­kun­gen bei­sei­te schie­ben und aktiv nach Jesus suchen! Die ers­te Ker­ze, die wir heu­te ent­zün­det haben, soll uns dar­an erin­nern: Wir war­ten nicht auf eine tote Ver­gan­gen­heit oder eine fer­ne Zukunft, son­dern auf eine strah­len­de Gegen­wart — Jesus Chris­tus!“, so Pater Jos­hy wei­ter. Die Flam­men sei­en ein Zei­chen ​„dei­ner und mei­ner Hoff­nung, die wir in Jesus haben, die uns nichts und kei­ner weg­neh­men kann! Lasst uns die Augen offen hal­ten für sein Licht, das schon mit­ten unter uns leuch­tet. Lass die Ker­zen auf dem Advent­kranz nicht nur ein Stück Wachs sein!“ Und so wand­te er sich abschlie­ßend mit einem freund­li­chen Lächeln an sei­ne Gemein­de und frag­te ​„Was wird bei dir in die­sem Advent anders?“

Das Licht suchen

Die Flam­men sei­en ein Zei­chen ​„dei­ner und mei­ner Hoff­nung, die wir in Jesus haben, die uns nichts und kei­ner weg­neh­men kann! Lasst uns die Augen offen hal­ten für sein Licht, das schon mit­ten unter uns leuch­tet. Lass die Ker­zen auf dem Advent­kranz nicht nur ein Stück Wachs sein!“ Und so wand­te er sich abschlie­ßend mit einem freund­li­chen Lächeln an sei­ne Gemein­de und frag­te ​„Was wird bei dir in die­sem Advent anders?“ Nach dem Glau­bens­be­kennt­nis und den Für­bit­ten wur­de gemein­sam Eucha­ris­tie gefei­ert. Hil­de­gard Hartl unter­stütz­te den Zele­bran­ten bei der Aus­tei­lung des Lei­bes Chris­ti, wobei alle Kin­der, die die gewan­del­te Hos­tie noch nicht emp­fan­gen durf­ten, der Segen mit einem Kreuz auf die Stirn zuge­spro­chen wur­de. Die musi­ka­li­sche Gestal­tung des ers­ten Got­tes­diens­tes im neu­en Kir­chen­jahr hat­te Lydia Schropp an der Kir­chen­or­gel über­nom­men. Ehe Pater Jos­hy allen Anwe­sen­den den Schluss­se­gen spen­de­te, into­nier­te die rou­ti­nier­te Orga­nis­tin und Kan­to­rin pas­sen­der Wei­se das hoff­nungs­vol­le Lied ​„Mara­na­tha! — Herr, komm‘ doch wieder!“.

Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

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