Nach der Statio segnete Pater Joshy — begleitet von den Ministranten — zum Beginn des neuen Kirchenjahres den prächtigen Adventskranz, der — Dank des Engagements der beiden fleißigen und spendablen Adventskranzbinderinnen — auch heuer wieder im Presbyterium seinen Platz gefunden hat, mit einem kräftigen Guss Weihwasser. Während Stephanie Altmann vom Eichendorfer Mesnerteam die erste der vier roten Kerzen daran entzündete, segnete der Eichendorfer Pfarradministrator auch die Adventskränze und ‑gestecke, die einige Familien zum Gottesdienst mitgebracht und unter der Kanzel abgelegt hatten. Lektor Ulrich Altmann trug die Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Rom vor. Passend zur entzündeten ersten Kerze des Adventskranzes spricht Paulus dort vom Glauben an Jesus Christus, dem Licht der Welt, und mahnt, auch diesem Glauben gemäß zu leben und den Alltag von ihm durchdringen zu lassen.
Was wird diesen Advent anders?
Dann verkündete Pater Joshy das in der Leseordnung vorgesehene Matthäusevangelium. Der Aufruf des Evangelisten zur Wachsamkeit und Bereitschaft für das Kommen des Menschensohnes ist nicht zu überhören. „Die apokalyptischen Szenarien, die wir im heutigen Evangelium gehört haben, werden immer deutlicher in unserer Welt.“, eröffnete Pater Joshy seine kraftvolle Predigt. Die steigenden Ängste in der äußeren so wie auch in der Innenwelt würden viele in eine depressive Stimmung führen, in die hinein die Adventzeit im Menschen eine Hoffnung erwecke: die Ankunft Jesu. „Der Advent sagt uns, dass Jesus nicht nur eine Erinnerung an die Krippe ist oder ein Versprechen für das Ende der Zeiten. Vielmehr! Er ist die lebendige Kraft, die unser Leben heute und morgen mit unerschütterlicher Hoffnung erfüllt: Einer Hoffnung, die mehr ist als Erfüllung von Wünschen, als die Befriedigung von Bedürfnissen, als die Lösung von Problemen, als die Optimierung meiner selbst!“, fuhr der Prediger eindringlich fort. Denn gerade in dieser Zeit laufe vieles nur oberflächlich, nur geschäftlich, das von Jesus ablenkt. Darum schreibe der Apostel Paulus: „Die Stunde ist gekommen. Steh auf vom Schlaf!“ Wachsamkeit sei kein passives Warten. Es sei die aktive Vorbereitung des Herzens. „Nur wenn wir wachsam sind, können wir die Ablenkungen beiseite schieben und aktiv nach Jesus suchen! Die erste Kerze, die wir heute entzündet haben, soll uns daran erinnern: Wir warten nicht auf eine tote Vergangenheit oder eine ferne Zukunft, sondern auf eine strahlende Gegenwart — Jesus Christus!“, so Pater Joshy weiter. Die Flammen seien ein Zeichen „deiner und meiner Hoffnung, die wir in Jesus haben, die uns nichts und keiner wegnehmen kann! Lasst uns die Augen offen halten für sein Licht, das schon mitten unter uns leuchtet. Lass die Kerzen auf dem Adventkranz nicht nur ein Stück Wachs sein!“ Und so wandte er sich abschließend mit einem freundlichen Lächeln an seine Gemeinde und fragte „Was wird bei dir in diesem Advent anders?“
Das Licht suchen
Die Flammen seien ein Zeichen „deiner und meiner Hoffnung, die wir in Jesus haben, die uns nichts und keiner wegnehmen kann! Lasst uns die Augen offen halten für sein Licht, das schon mitten unter uns leuchtet. Lass die Kerzen auf dem Adventkranz nicht nur ein Stück Wachs sein!“ Und so wandte er sich abschließend mit einem freundlichen Lächeln an seine Gemeinde und fragte „Was wird bei dir in diesem Advent anders?“ Nach dem Glaubensbekenntnis und den Fürbitten wurde gemeinsam Eucharistie gefeiert. Hildegard Hartl unterstützte den Zelebranten bei der Austeilung des Leibes Christi, wobei alle Kinder, die die gewandelte Hostie noch nicht empfangen durften, der Segen mit einem Kreuz auf die Stirn zugesprochen wurde. Die musikalische Gestaltung des ersten Gottesdienstes im neuen Kirchenjahr hatte Lydia Schropp an der Kirchenorgel übernommen. Ehe Pater Joshy allen Anwesenden den Schlusssegen spendete, intonierte die routinierte Organistin und Kantorin passender Weise das hoffnungsvolle Lied „Maranatha! — Herr, komm‘ doch wieder!“.
Bericht und Fotos: Ulrich Altmann

